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Klimaschutzministerium – Recycling: Eva Schneider ist FEMtech-Expertin des Monats

Die FEMtech-Initiative des Klimaschutzministeriums fördert Frauen in Forschung und Technologie und setzt sich für Chancengleichheit ein.

Wien (OTS) - Eva Schneider ist unsere FEMtech-Expertin des Monats Dezember. Sie ist seit 2018 in leitender Funktion im Bereich Consulting der RecycleMe GmbH tätig und berät international agierende Partnerunternehmen in den Bereichen Recyclingfähigkeit, Compliance und Abfallwirtschaft mit dem Fokus auf neue Recyclingtechnologien und -verfahren sowie Kunststoffsortierung.

Österreichs einzigartige Umwelt und Natur zu achten ist eines der vorrangigen Ziele zur Neuaufstellung der Abfallwirtschaft des Landes. Abfallvermeidung und Recycling stehen dabei an erster Stelle, um dem eminent wichtigen Umweltschutz gerecht zu werden. Eva Schneider hat im Laufe ihrer Karriere einen guten Einblick in den Bereich der Kunststoffabfälle sowie der Mengensteuerung dahinter gewonnen und kann diese Erfahrungen nun im Consulting einbringen, um Prozesse der Verpackungsentwicklung schon direkt bei den Kund:innen mitzugestalten.

„Seit Mitte 2020 leite ich nun die Consulting Abteilung der RecycleMe GmbH in Österreich und bringe erfolgreich mein praktisches Wissen aus dem Bereich der Entsorgungswirtschaft beim Schwesterunternehmen Reclay Systems, dem zweitgrößten Sammel- und Verwertungssystem, in der Lizenzkund:innenberatung ein.“

Dort befasst sie sich vorrangig mit allen Themen rund um das Inverkehrbringen von Verpackungen. „Gemeinsam mit meinem Team beraten und unterstützen wir Kundinnen und Kunden in Compliancefragen, optimieren Verpackungen mit Blick auf ihre theoretische, technische und praktische Recyclingfähigkeit und koordinieren Projekte rund um den Einsatz von Rezyklaten“, so Schneider. „Die Weiter- und Neuentwicklung von Geschäftsfeldern steht hier besonders im Fokus – ich engagiere mich daher auch stark im Bereich Business Development rund um neue technische und digitale Innovationen im Bereich der Abfallwirtschaft.“

Schneider, die Umwelt- und Bioressourcenmanagement an der Universität für Bodenkultur (BOKU) Wien studiert hat, war zuvor bereits bei einem einem der größten Entsorgungsunternehmen Österreichs tätig. Bei der Brantner Environment Group GmbH war eines der zentralen Themen das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz und seine Auswirkungen für die Branche, insbesondere der Umgang mit Kunststoffabfällen: von Sammlung, über Sortierung bis hin zum Recycling. Neben der Leitung des größten Projektes innerhalb der Brantner Gruppe namens SORTenrein – Entwicklung der Kunststoffsortieranlage der Zukunft leitete sie auch das FFG-Projekt EskortE zur Entwicklung eines Stoffstromüberwachungssystems für Sortieranlagen mit dem Ziel der Vollautomatisierung und der erweiterten Datenanalyse.

Vor allem die Diversität des Themas Kreislaufwirtschaft hat es Schneider angetan. „Es gibt hier noch so viel Erklärungsbedarf, da im Bereich der Abfallwirtschaft historisch gesehen nie einheitlich kommuniziert werden konnte. Erst durch den Fokus der politischen Agenda im Zuge des Kreislaufwirtschaftspakets wurde der Austausch zwischen den Unternehmen angestoßen. Bei RecycleMe verstehen wir uns unter anderem auch als Kommunikationspartner:in der Unternehmen, da wir sowohl von der Seite der Entsorgung aber auch von der Seite der Inverkehrbringer:innen von Verpackungen umfassendes Wissen besitzen."

Gemeinsam mit Forschungspartner:innen, wie der Montanuniversität in Leoben, versuchen Schneider und ihr Team zudem in Technika neue Testroutinen für die praktische Recyclingfähigkeit von Verpackungen zu entwickeln. „Unterstützt werden wir hierbei auch von unserem Kooperationspartner TÜV Süd, mit dem wir seit Ende 2020 die erfolgreiche Kooperation certify vorantreiben.“ Hersteller:innen und Unternehmen haben so die Möglichkeit, die Recyclingfähigkeit ihrer Verpackung zertifizieren zu lassen. Dazu wird von den Expertinnen und Experten von RecycleMe ein digitaler Zwilling einer Verpackung mit all seinen notwendigen, detaillierten Komponenten erstellt und auf Basis des Mindeststandards der Zentrale Stelle Verpackungsregister (ZSVR) bewertet. Mithilfe des Ergebnisses kann im Anschluss die entsprechende Verpackung vom TÜV Süd zertifiziert und mit einem Prüfzeichen versehen werden.

Zusätzlich beraten Schneider und ihr Team Kund:innen rund um die europaweiten Kennzeichnungspflichten ihrer Verpackungen. „Wir prüfen die verwendeten Label und sprechen Empfehlungen und Verbesserungsvorschläge aus. Zudem analysieren wir auch die europaweite Recyclinginfrastruktur, um unsere Kundinnen und Kunden bei der Aussage '100% Recyclingfähig' zu unterstützen bzw. sicherzustellen, dass diese korrekt geführt wird.“

Mit der Initiative FEMtech fördert das Klimaschutzministerium (BMK) Frauen in Forschung und Technologie und setzt sich für Chancengleichheit in der industriellen und außeruniversitären Forschung ein.

Rückfragen & Kontakt:

BM für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie
Florian Berger
Pressesprecher der Bundesministerin
01/71162-658010
florian.berger@bmk.gv.at
www.bmk.gv.at

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