• 10.12.2021, 08:00:02
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  • OTS0011

trend: „Alles gurgelt“-Laborbetreiber Havel kritisiert BBG

Der Gründer des Wiener Gurgeltest-Großlabors für Gurgeltest, Michael Havel, macht die BBG-Ausschreibungen für die Testprobleme in den Bundesländern verantwortlich.

Utl.: Der Gründer des Wiener Gurgeltest-Großlabors für Gurgeltest,
Michael Havel, macht die BBG-Ausschreibungen für die
Testprobleme in den Bundesländern verantwortlich. =

Wien (OTS) - Michael Havel, Gründer des „Alles gurgelt“-Analyselabors
Lifebrain in Wien, macht die Bundesbeschaffungsgesellschaft BBG für
die Schwierigkeiten bei den Covid-Tests in den Bundesländern
verantwortlich, berichtet das Wirtschaftsmagazin „trend“ in seiner am
Freitag erscheinenden Ausgabe. „Die BBG hat bei der zweiten
Ausschreibungsrunde die Bedingungen geändert. Seither werden nicht
mehr die Testkits bezahlt, sondern nur mehr die tatsächlich
abgewickelten Tests. Das war nicht gerade gut durchdacht, denn
deswegen haben jetzt alle anderen Labors die Schwierigkeiten.“ In
Wien hingegen werden die Testkits ebenfalls bezahlt und ermöglichen
eine breite Verteilung der Testkits via Logistikpartner.

Wie der „trend“ berichtet, klagen Bundesländerlabors tatsächlich über
die verschobene Risikokomponente seit den ersten Ausschreibungen der
BBG. Die Gesellschaft legt in einem Rahmenvertrag die
Rahmenbedingungen für alle Covid-Tests öffentlicher Stellen fest. Das
Magazin zitiert den Geschäftsführer des Tauernklinikums, Franz Öller,
der weite Teile der Covid-Massenscreenings in Salzburg, Steiermark
und Burgenland über hat: „Wir haben Werte von mehreren hunderttausend
Euro im Form von Testkits auf eigenes Risiko ausgeben müssen, und
wissen nicht, ob wir das je zurück bekommen.“

Die BBG sieht eine Art Effizienzmaßnahme und rechtfertigt sich mit
einem zusätzlichen „Einkaufshebel“, wie Sprecherin Barbara Weinmann
dem „trend“ gegenüber betont: „Dem öffentlichen Auftraggeber
entstehen so keine Kosten für Testkits, die nicht verwendet werden
und gleichzeitig ist der Auftragnehmer angehalten, entsprechende
Maßnahmen für eine höhere Rücklaufquote zusetzen.“

Havel kritisiert weiters eine mangelnde Qualitätskontrolle bei der
Vergabe von Testerträgen an Labors: „Die BBG vergibt 1,9 Milliarden
Euro, aber prüft inhaltlich nicht, wer die Zuschläge eigentlich
bekommt. Mittlerweile sind viele Glücksritter in der Szene
unterwegs.“ Auch hier kontert die BBG: „Öffentliche Organisationen
wie Bundesländer sind selbst für die konkrete Vertragsgestaltung mit
dem Lieferanten sowie für Abstimmungen während der Vertragsabwicklung
zuständig.“

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