- 08.12.2021, 08:52:56
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Start für ein neues Forschungsprojekt im Bereich der Raumfahrtforschung
LH Mikl-Leitner: Raumfahrtforschung in Niederösterreich wird stark aufgewertet
Utl.: LH Mikl-Leitner: Raumfahrtforschung in Niederösterreich wird
stark aufgewertet =
St. Pölten (OTS/NLK) - Im Bereich der Raumfahrtforschung hat sich der
Standort Wiener Neustadt mit der FH Wiener Neustadt, ihrem
Forschungsunternehmen FOTEC oder dessen Spinout ENPULSION durch die
Teilnahme an internationalen Projekten einen guten Ruf über die
Landesgrenzen hinweg erarbeitet. So wirkte die FOTEC beispielsweise
bereits in zahlreichen Forschungsprojekten im Auftrag der
Europäischen Weltraumorganisation ESA mit. Die Expertise aus Wiener
Neustadt wird mittlerweile weltweit von Organisationen aus
Wissenschaft und Wirtschaft nachgefragt.
Als nächsten Meilenstein plant die FOTEC nun die Durchführung des
Forschungsprojektes "CP/EP Thruster Development - Entwicklung der
Grundlagen für ein hybrides Antriebssystem (chemisch und elektrisch)
für Weltraum-Anwendungen. "Es ist mehr als beachtlich, dass es
weltweit, neben den Big-Playern, wie z.B. Airbus, Boeing oder
Lockhead Martin, nur die FOTEC gibt, welche in den Bereichen
elektrische und chemische Antriebssysteme für Kleinsatelliten über
das nötige Know-how verfügt", freut sich Landeshauptfrau Johanna
Mikl-Leitner.
Ziele des Projekts sind die Erarbeitung der Grundlagen und die
Entwicklung eines umweltfreundlicheren und kostengünstigeren
chemischen Triebwerks, welches den Ansprüchen des privaten
Weltraummarkts entspricht sowie eines hybriden elektrischen und
chemischen Antriebssystems. Darüber hinaus sollen die Grundlagen für
die Entwicklung eines Bipropellant-Triebwerks erarbeitet werden,
welches für Missionen zum Mond oder weiter ins Sonnensystem zum
Einsatz gelangen könnte. "Die Player im ‚New Space'-Geschäft stehen
vor der Herausforderung, geeignete Antriebe für ihre Satelliten zu
beschaffen, der Markt dafür befindet sich aber erst im Aufbau. Für
diesen stark wachsenden Markt wollen wir Lösungen für effiziente und
preiswerte Antriebe bereitstellen", erläutert FOTEC-Geschäftsführer
Helmut Loibl.
Insgesamt werden im Projekt sechs Expertinnen und Experten der FOTEC
tätig sein. Diese werden mit international renommierten Partnern, wie
zum Beispiel der Lithoz GmbH aus Wien oder dem CNRS (Centre national
de la recherche scientifique) in Frankreich zusammenarbeiten. "Dieses
Projekt ist die Bestätigung für hervorragende Forschung in der FOTEC
und hilft uns auch, die Lehre, etwa im Studiengang Aerospace
Engineering, auf Weltniveau weiterzuentwickeln. Davon profitiert der
gesamte Technologie- und Bildungsstandort Wiener Neustadt, der sich
bereits international als Hochburg für die Raumfahrtforschung
etabliert hat", freut sich Armin Mahr, CEO der FH Wiener Neustadt.
Das Projekt wird im Rahmen einer "bridging activity" von der ESA
begleitet und beaufsichtigt. Dadurch wird sichergestellt, dass das
Projekt auch laufend in Bezug auf die europäischen und weltweiten
Entwicklungen in der Raumfahrtindustrie evaluiert wird. Die nationale
Agentur für Luft und Raumfahrt (ALR) der Österreichischen
Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) ist ebenfalls aktiv in das
Projekt eingebunden und koordiniert den Informationsaustausch
zwischen FOTEC, ESA und dem Land Niederösterreich. "Durch dieses
Forschungsvorhaben wird die Raumfahrtforschung in Niederösterreich
stark aufgewertet und gewinnt an internationaler Sichtbarkeit. Ich
bin überzeugt, dass dadurch weitere Kooperationen mit
Forschungseinrichtungen und Wirtschaftsbetrieben entstehen und
zusätzliche Forschungsprojekte nach Niederösterreich geholt werden
können", so Landeshauptfrau Mikl-Leitner. Das Land Niederösterreich
finanziert das Projekt mit 2,85 Millionen Euro für vier Jahre.
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