• 08.12.2021, 08:00:06
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ORF-„matinee“ am dritten Adventsonntag: Serafin-Porträt zum 90er, „Christmas Songs – Jüdische Songwriter und Weihnachten“

Außerdem: „Die Kulturwoche“ und „Museum für Zwei – Museum für angewandte Kunst“ – ab 9.05 Uhr in ORF 2

Utl.: Außerdem: „Die Kulturwoche“ und „Museum für Zwei – Museum für
angewandte Kunst“ – ab 9.05 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) - „Mr. Wunderbar“ wird 90! Die „matinee“ am dritten
Adventsonntag, dem 12. Dezember 2021, um 9.05 Uhr in ORF 2, eröffnet
mit dem von Christian Reichhold gestalteten neuen und freimütigen
Selbstporträt „Wunderbare Jahre – Harald Serafin zum 90. Geburtstag“
den ORF-Gratulationsreigen (Details unter presse.ORF.at). Danach
stellt eine weitere Doku „Christmas Songs – Jüdische Songwriter und
Weihnachten“ (9.45 Uhr) in den Mittelpunkt. Anschließend an „Die
Kulturwoche“ (10.40 Uhr) mit spannenden Berichten und Tipps
beschließt eine neue Ausgabe der Miniaturenreihe „Museum für Zwei“
den von Peter Schneeberger präsentierten ORF-Kulturvormittag. Diesmal
steht ein Rundgang durch das Museum für angewandte Kunst in Wien mit
Neo-Direktorin Lilli Hollein und Satirikerin Stefanie Sargnagel auf
dem Programm.

„Wunderbare Jahre – Harald Serafin zum 90. Geburtstag“ (9.05 Uhr)

Man kennt Harald Serafin als langjährigen „Macher“ der Seefestspiele
Mörbisch und als extrovertierten Juror bei den „Dancing Stars“ – was
ihm erst im Alter von knapp 75 Jahren große Popularität und den
Beinamen „Mr. Wunderbar“ einbrachte. Dass er über viele Jahrzehnte
ein gefragter Operetten-Bonvivant und einer der erfolgreichsten
Sänger dieses Fachs war, ist vielen heute gar nicht mehr bewusst.
Auch wenn sein Leben nicht nur wunderbar verlaufen ist, wie er in
diesem neuen Künstlerporträt von Christian Reichhold erzählt. Dieses
zeigt ihn – abseits seines Daseins als verhaltensorigineller
„Pointenschleuderer“ – als tiefsinnigen, geistreichen und seine
Umwelt reflektierenden Zeitgenossen, der auch mit 90 noch an die
Zukunft denkt und glaubt.

Geboren wurde Harald Serafin am Heiligen Abend des Jahres 1931 in
Litauen. Nach der Besetzung durch die Sowjetunion flüchtete die
Familie 1940 nach Ostpreußen und später weiter nach Bayern. Nach
Abbruch eines Medizinstudiums widmete er sich dem Gesang. Rollen wie
der Danilo in der „Lustigen Witwe“ oder der Eisenstein in der
„Fledermaus“ machten Serafin weit über den deutschen Sprachraum
bekannt – so nannte die New York Times ihn einst, auf seine
Physiognomie anspielend, den „Walter Matthau der Operette“. Eine
Stimmbanderkrankung setzte dieser Karriere 1989 ein abruptes Ende.
Harald Serafin kämpfte sich ins (Gesellschafts-)Leben zurück und
übernahm 1992 die Intendanz der Seefestspiele Mörbisch, die er 20
Jahre lang zu „seiner“ Operettenbühne umgestaltete und, so das
Feuilleton, sogar den Gelsen das Stechen verbot. Legendär – und bei
Politikern gefürchtet – war Serafins alljährliche Eröffnungsrede.
Doch auch in ernsten Rollen im Sprechtheater feierte er Erfolge,
zuletzt als dementer Altersheimbewohner in „Schon wieder Sonntag“ in
den Wiener Kammerspielen. Von, mit und über Harald Serafin gibt es
zahllose Dokumente im ORF-Archiv. Statt der zu diesen Anlässen
obligaten Lobreden befreundeter Wegbegleiter/innen erzählt der
Jubilar in diesem Film sein Leben selbst.

„Christmas Songs – Jüdische Songwriter und Weihnachten“ (9.45 Uhr)

Unkonventionell und spannend erzählt der Dokumentarfilm von Larry
Weinstein die außergewöhnliche und weithin unbekannte Geschichte von
jüdischen Songwritern, die im Lauf des 20. Jahrhunderts den
amerikanischen Soundtrack für Weihnachten schufen. Die Rede ist von
Künstlerinnen und Künstlern wie Irving Berlin, Mel Tormé, Jay
Livingston, Ray Evans, Gloria Shayne Baker und Johnny Marks, von
denen die meisten weihnachtlichen Welthits stammen. Songs wie „White
Christmas“ oder „The Christmas Song“ sind selbst hierzulande bereits
zu einem festen Bestandteil der Weihnachtszeit und somit unserer
musikalischen Tradition geworden. Doch kaum jemand kennt die
Geschichte ihrer Songwriter, die als jüdische Einwanderer im 20.
Jahrhundert auf der Suche nach einem besseren Leben nach Amerika
kamen. Sie lebten lange Zeit am Rande der Gesellschaft und galten als
Außenseiter. Doch die Sprache der Musik bot ungeahnte Möglichkeiten,
denn in Amerika war Talent wichtiger als Herkunft oder Religion. Die
neue amerikanische Generation lehnte die europäische Vergangenheit
ihrer Eltern ab und sympathisierte mit der Tin Pan Alley, dem
Broadway und schlussendlich mit Hollywood. Wie kaum jemandem sonst
ist es ihnen gelungen, das Gefühl der Vorfreude auf ein friedliches
Weihnachtsfest in Musik und Worte zu fassen. Die für den
International Emmy Award 2018 nominierte Dokumentation ist eine
beschwingte Kombination aus selten gesehenem Archivmaterial,
Musicalauftritten und Interviews mit zeitgenössischen
Schriftstellern, Darstellern sowie Kennern der nordamerikanischen
Popkultur.

„Museum für Zwei – Museum für angewandte Kunst“ (10.50 Uhr)

Angriffig, streitbar und kompromisslos: Ob als Dramatikerin,
Illustratorin oder zuletzt als Titelfigur einer Kino-Mockumentary –
Stefanie Sargnagel zeigt in all den von ihr ausgeübten Disziplinen
Wehrhaftigkeit gegen den rechten Rand und Haltung gegen alles
Nationalistische. Dass sie mit ihrer unerschrockenen Ruppigkeit
polarisiert, versteht sich fast von selbst. Sie ist Gast der letzten
Ausgabe der Reihe „Museum für Zwei“ und stattet dem Wiener MAK,
Museum für angewandte Kunst, und seiner neuen Direktorin einen Besuch
ab: Lilli Hollein wird im Gespräch mit Stefanie Sargnagel erzählen,
wie sie den Begriff angewandte Kunst versteht und welche Schwerpunkte
sie in ihrer Amtszeit setzen wird. Diese letzte Folge im Jahr 2021
gestaltete Armin Koch.

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