SJ-Stich/Zvonik: „Wer Dollfuß verherrlicht, kann nicht Innenminister sein!“

Fotoaktion der Sozialistischen Jugend vor Dollfuß-Museum in Texingtal

  • Ein Innenminister, der sich nicht klar von Faschisten distanziert, ist untragbar!
    Paul Stich, SJÖ
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  • Wer Innenminister von Österreich sein und damit Polizei und Geheimdienste der Republik leiten will, muss eine klare Haltung gegen den Austrofaschismus einnehmen.
    Melanie Zvonik, SJ Niederösterreich
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Wien (OTS) - Der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich, Paul Stich, und die Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Niederösterreich, Melanie Zvonik, sehen die Angelobung von Gerhard Karner als Innenminister mehr als kritisch. „Karner ist der Bürgermeister von Texing, in dem sich das ‚Engelbert Dollfuß-Museum“ befindet. Mehrere Expert*innen haben schon in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass es sich mehr um eine ‚Gedenkstätte‘ als ein kritisches Museum handelt. Trotzdem hat sich Karner in der Vergangenheit nicht dazu bereiterklärt, etwas an diesem ‚Museum‘ zu ändern. Ein Innenminister, der sich nicht klar von Faschisten distanziert, ist untragbar!“, so der SJÖ-Vorsitzende Paul Stich.

Auch die Sozialistische Jugend Niederösterreich zeigt sich angesichts der Situation entsetzt. Mit einer Fotoaktion machte sie heute darauf bereits aufmerksam. "Dass der neue Innenminister Karner als Bürgermeister ein Museum betreibt, in dem Heldenverehrung von Engelbert Dollfuß betrieben wird, ist für uns als Sozialistische Jugend schwer verwerflich. Wer Innenminister von Österreich sein und damit Polizei und Geheimdienste der Republik leiten will, muss eine klare Haltung gegen den Austrofaschismus einnehmen.“, sagt die Landesvorsitzende der SJ Niederösterreich, Melanie Zvonik.

Insgesamt braucht es für die SJ umfassende Bildungsarbeit, da der Austrofaschismus in Österreich noch immer einen blinden Fleck im Geschichtsunterricht darstellt. „Es sind vor allem Funktionär*innen der Volkspartei, die sich noch immer nicht von Diktator Dollfuß, der einst die österreichische Demokratie zerstörte, distanzieren. Im Falle des Museums wird sogar offensichtlich, dass dieser Faschist von vielen noch immer verehrt wird. Dass eine solche Person dann auch noch als Innenminister der Republik angelobt wird, ist absolut widerwärtig!“, so Zvonik und Stich abschließend.

Ein Foto der Aktion ist unter folgendem Link aufrufbar: LINK

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