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Gloggnitz läutet eine musikalische Epoche in der Kulturregion Semmering ein

Stadt bringt neuARTige und ganzjährig ausgerichtete Festspiele auf Schiene

Gloggnitz (OTS) - Mit einer richtungsweisenden Kunst- und Musikinitiative entsteht in der Kulturregion Semmering ein neuer musikalischer Sehnsuchtsort: Die Stadt Gloggnitz wird ab 2022 zur moz art-Stadt – basierend auf dem Erbe eines authentischen Mozart-Bezuges im Gemeindegebiet und der Vision einer touristisch-kulturellen Neuausrichtung. Der Fokus in der Umsetzung liegt auf Nachhaltigkeit: Als deklariertes ‚Green Event‘ wird moz art zum Vorzeigeprojekt einer Region, die sich gerade wieder neu entdeckt.

Bereits seit mehr als einem Jahr arbeitet die Stadt Gloggnitz intensiv an der Verwirklichung ihrer Vision. Irene Gölles, Bürgermeisterin der Stadt Gloggnitz, war es besonders wichtig, die Bewohner*innen von Beginn weg mit an Bord zu holen: „Das Konzept hat fraktionsübergreifend alle begeistert und wir konnten einen einstimmigen Gemeinderatsbeschluss zur touristisch-kulturellen Neuausrichtung als moz art-Stadt erzielen.“ Damit fügt sich Gloggnitz perfekt in eine faszinierende Kulturregion, die nun auch mit einem musikalischen Anziehungspunkt glänzen kann. Bereits 2022 wird es zwei Konzerte mit den Berliner Symphonikern geben, auch Auftritte der Symphonieorchester aus Ungarn und der Slowakei sind geplant. Neben weiteren klassischen Konzerten weltbekannter Solist*innen und Ensembles werden aber auch bis zu 6o Veranstaltungen aus dem Bereich elektronischer oder Gegenwartsmusik das erste moz art-Jahr bespielen.

Mozarts Requiem

Die Legitimation für den spielerischen Umgang mit dem Namen Mozart liegt in Schloss Stuppach, das sich am östlichen Stadtrand von Gloggnitz befindet. Es gilt als der Geburtsort von Mozarts Requiem, hat doch der damalige Besitzer Graf Walsegg dieses berühmte Stück der Musikgeschichte für seine verstorbene Frau Anna in Auftrag gegeben. Über viele Jahrzehnte wurde das Originalmanuskript im Schloss auch aufbewahrt.

„Wir interpretieren Mozart aber in seiner rebellischen Spielweise, also als den Komponisten für das Volk, als den er sich ja auch selbst gesehen hat. Und natürlich auch mit einer Transformation ins 21. Jahrhundert“, so Peter Kasper, Kulturstadtrat von Gloggnitz. Daher auch der Mut zur Lücke im Projektnamen. Kasper: „Dass Mozart die Kunst im Namen trägt haben wir als Signal verstanden. Mit der Pause in der Schreibweise wollen wir die Inspiration über alle Kunstgattungen hinweg noch stärker betonen.“

moz art für Kinder

Das Projekt sieht es aber auch als eines seiner Aufgaben, junges Publikum zum Zuhören aber auch zum aktiven Mitgestalten zu bewegen. Kasper: „Eine der ersten Aktionen von moz art führte in das Schulzentrum von Gloggnitz.“ Seit diesem Herbst lernen die Kinder und Jugendlichen den Komponisten spielerisch kennen und arbeiten gemeinsam an einem Mozart-Rap. Im März 22 wird er im Rahmen einer Neu-Präsentation der Gloggnitzer Musikschule zur Aufführung gelangen.

Ein künstlerischer Leiter von Weltruf

Mit Univ. Prof. Dr. Johannes Kropfitsch hat ein international anerkannter und mit Preisen ausgezeichneter Pianist, Komponist und Mozart-Experte die künstlerische Leitung und Intendanz von moz art übernommen. Prof. Kropfitsch, der auch schon seit vielen Jahren an der MUK (Musik - und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien) unterrichtet, war von Beginn weg von dem Projekt begeistert: „Die Chance, sich in allen Kunstgattungen, aber natürlich vor allem in der Musik, mit dem Genie Mozart im 21. Jahrhundert zu beschäftigen, ist einmalig.“ Natürlich werde man auch klassische Mozart-Sinfonien zur Aufführung bringen, Prof. Kropfitsch versteht moz art aber vor allem als Inspiration für Neuinterpretationen und auch für eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Dazu wird es Workshops und Symposien, aber auch Wettbewerbe für Nachwuchskünstler*innen geben.

Green Festival

Eine wichtiges Entscheidungsgrundlage, die Leitung von moz art zu übernehmen, war für Prof. Kropfitsch die Ausrichtung des Projektes in Hinblick auf das Thema Nachhaltigkeit: „Ich habe sofort die Bereitschaft der Verantwortlichen gespürt, hier neue Wege zu gehen. Mit Gloggnitz und seiner Nähe zum Weltkulturerbe Semmeringbahn liegt ja das Thema direkt vor der Haustüre!“ Wie in keiner anderen Festivalstadt einer ländlichen Region ist es möglich, direkt mit der Bahn anzureisen und alle Festspielorte zu Fuß oder mit e-Mobilität zu erreichen.

Prof. Kropfitsch: „Wir sind uns gar nicht bewusst, welch negativen Fußabdruck ein Festival hinterlässt, das eigentlich dem Vergnügen dienen soll. Das Thema Umwelt- und Klimaschutz muss daher auch in der Kultur maßgeblich Eingang finden und von Förderern und Sponsoren berücksichtigt werden.“ Aber auch den Künstler*innen selbst ist es zunehmend ein wichtiges Anliegen und sie treffen ihre Entscheidungen, wo sie auftreten, nun schon oft in diesem Sinne.

Die Zukunft einer Stadt, einer Region, eines ganzen Landes

Wie sehr die Stadt mit diesem Projekt Begeisterung auslöst, zeigen auch die Reaktionen aus der Wirtschaft. Irene Gölles: „Wir erfahren hier sehr viel Zuspruch und Unterstützung. Unser Ziel war es, das Projekt großteils über Private Partnerships zu finanzieren. Das werden wir auch erreichen.“

Gölles ist überzeugt, mit moz art der Stadt, aber auch der gesamten Region neue und langfristige Impulse geben zu können. Schon mit ihrem Schulprojekt hat Gloggnitz weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinweg für positives Echo gesorgt: Erst vor wenigen Wochen wurde das von Architekten Dietmar Feichtinger erbaute innovative und nachhaltige Gebäude als eines von sechs österreichweiten öffentlichen Vorzeigeprojekten mit dem Bauherrenpreis ausgezeichnet.

Auch für moz art wird das Schulgebäude eine zentrale Rolle spielen – in seiner einzigartigen Nutzung als Konzertbühne. Weitere geplante Aufführungsorte sind das Schloss Gloggnitz, das Renner-Museum, die Pfarrkirche, sowie im Sommer Freiluftbühnen und Überraschungsspielstätten.

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