Sozialminister Mückstein: Weiterer Ausbau der psychosozialen Versorgung, um Folgen der Pandemie zu begegnen

Heute veröffentlichte Studie zeigt Auswirkungen der Corona-Krise auf Armutsbetroffene

Wien (OTS) - Die vom Sozialministerium beauftragte und von der Österreichischen Armutskonferenz durchgeführte Studie „Armutsbetroffene und die Corona-Krise 2.0“ zeigt die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Leben von armutsbetroffenen Menschen in Österreich. Die heute veröffentlichten Ergebnisse der Studie von Evelyn Dawid zeigen, dass sich im Vergleich zur Vorgängerstudie aus dem Sommer 2020 die sozialen und gesundheitlichen Folgen aus Sicht der Betroffenen verändert haben. Für die befragten armutsgefährdeten Personen waren demnach vor allem die psychischen Beeinträchtigungen prioritär.

Gesundheits- und Sozialminister Dr. Wolfgang Mückstein arbeitet deshalb weiter am Ausbau der psychosozialen Versorgung aller Menschen in Österreich. Die aktuelle Situation und die Studienergebnisse unterstreichen die Wichtigkeit dieses Vorhabens. Bis Ende 2022 werden von der Sozialversicherung 300.000 zusätzliche Therapiestunden für Psychotherapie auf Krankenschein geschaffen. Zudem werden aufgrund der Covid-19-Krise zusätzlich 13 Millionen Euro für niederschwellige psychosoziale Versorgung von Kindern und Jugendlichen zur Verfügung gestellt. „Kinder und Jugendliche spüren die psychischen Krisenfolgen besonders deutlich. Mit diesen 13 Millionen steuern wir entschlossen entgegen“, erklärt Mückstein.

Zahlreiche kurzfristige Hilfestellungen wie u.a. verstärkte Förderung der Hotline für Kinder und Jugendliche „Rat auf Draht“ als niederschwellige Erstanlaufstelle oder die Etablierung eines Monitorings der psychosozialen Gesundheit zur Verbesserung der Datenlage wurden seit Beginn der Pandemie verwirklicht. Mittelfristig werden u.a. seitens des Gesundheitsministeriums Maßnahmen zur Attraktivierung der Mangelberufe in der psychosozialen Versorgung von Kindern und Jugendlichen erarbeitet, zudem soll der Ausbildungsschlüssel in der Kinder- und Jugendpsychiatrie angepasst werden.

Wie in der Vorgängerstudie aus dem Sommer 2020 war auch das Thema „Arbeit“ zentral für die befragten armutsgefährdeten Personen. Zahlreiche Bevölkerungsgruppen waren mit Problemen und Herausforderungen am Arbeitsmarkt konfrontiert.

Mückstein zu den Ergebnissen der aktuellen Studie: „Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie haben in vielen Branchen zu mehr Arbeitslosigkeit oder Einkommensverlusten geführt. Es ist unsere Aufgabe, hier einzugreifen und neben der Verantwortung für die Gesundheit auch soziale Verantwortung zu übernehmen.“ Mit verschiedenen Maßnahmen wie Kurzarbeit, vorübergehender Erhöhung der Notstandshilfe und verschiedenen Einmalzahlungen z.B. beim Arbeitslosengeld konnte die Bundesregierung die sozialen Folgen der Covid-Pandemie abfedern. Das Sozialministerium hat darüber hinaus mit dem Fördercall „COVID-19-Armutsbekämpfung“ insgesamt 25 Millionen Euro zur Abfederung der sozialen Folgen der Krise auf den Weg gebracht. Damit wurden 31 Projekte von Sozialorganisationen gefördert, um besonders vulnerable Personengruppen in der Pandemie rasch und effektiv zu unterstützen.

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