KURZ-METHODEN AUCH IN VORARLBERG AN DER TAGESORDNUNG

SWV-Präsident Christian Vögel fordert Konsequenzen nach Enthüllungen zwischen ÖVP-Wirtschaftsbund und Medienhaus.

Wien (OTS) - Für großes Aufsehen haben die Recherchen und Enthüllungen des öffentlich-rechtlichen Radiosenders Ö1 rund um das Verhältnis zwischen der ÖVP-Organisation Wirtschaftsbund und dem Vorarlberger Medienhaus gesorgt. So sollen offenbar ominöse Geschäftsbeziehungen zwischen der Vorarlberger ÖVP und dem Medienhaus, die Objektivität der Berichterstattung von Russmedia ernsthaft in Frage stellen. Wie auch in der erst kürzlich aufgedeckten Umfrage-Causa von Ex-Bundeskanzler Kurz, soll auch in Vorarlberg eine Meinungsumfrage-Agentur sowohl parallel für den Wirtschaftsbund als auch für das Medienhaus tätig gewesen sein. Darüber hinaus wurde Russmedia angeblich mehrfach durch großzügige Inseratenschaltungen durch die ÖVP und die Vorarlberger Wirtschaftskammer bedacht. Der Obmann vom Wirtschaftsbund, Hans-Peter Metzler, ist übrigens auch gleichzeitig Präsident der Vorarlberger Wirtschaftskammer.

Die Recherchen von Ö1 stießen auf allen Seiten auf großes Schweigen. Sowohl Metzler, als auch das Vorarlberger Medienhaus waren bis dato zu keiner Stellungnahme bereit. Auch ÖVP-Vorarlberg Chef, Landeshauptmann Markus Wallner, hüllt sich in Schweigen.

Nun bezieht der Präsident vom Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband Vorarlberg (SWV) Christian Vögel Position und findet für die Causa klare Worte: „Das ist ein lupenreiner und hausgemachter Skandal der ÖVP. Und wenn man sich in der Öffentlichkeitsarbeit noch so sehr von der türkisenen Truppe in Wien distanzieren möchte - es sieht ganz so aus als stünden die Kurz-Methoden auch in Vorarlberg an der Tagesordnung. Das schadet nicht nur dem Ansehen der Politik, sondern auch dem der Pressefreiheit. Und das in Zeiten, in denen das Misstrauen der Bevölkerung in diesen Bereichen zunehmend wächst.“

Für Christian Vögel ist jedenfalls klar, dass es hier mit einer überfälligen Entschuldigung seitens der ÖVP nicht getan ist. Er fordert Konsequenzen. „Ein solches Vergehen ist ein schwerwiegendes Foul gegen jeden moralischen Anspruch. Ich erwarte mir, dass die verantwortlichen Personen, besonders auf Seiten der ÖVP, hier rasch Konsequenzen ziehen. Andernfalls muss Wallner dringend handeln. Jede weitere Minute des Schweigens und Nichtstuns, erhärtet nämlich den Verdacht, dass der Landeshauptmann solche Methoden nicht nur duldet, sondern ihnen in Wirklichkeit zustimmt.“

Rückfragen & Kontakt:

Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Österreich (SWV)
Mariahilfer Straße 47/5/5, 1060 Wien
+43 676 9614311
presse@wirtschaftsverband.at
http://www.wirtschaftsverband.at/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WVO0001