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Hörl: Saisonstarthilfe für Fachkräfte entlastet den Tourismus

ÖVP-Tourismussprecher: Arbeitsplätze können gesichert werden

Wien (OTS) - Der heimische Tourismus gehört zu den Hauptbetroffenen der Coronakrise. ÖVP-Tourismussprecher Abg. Franz Hörl zeigte sich daher erleichtert, dass für die rund 20.000 Saisonarbeitskräfte, die vom Lockdown und der Schließung des Tourismus betroffen sind, mit der Saisonstarthilfe für Fachkräfte eine Lösung gefunden werden konnte. Hörl: "Saisoniers sind vor allem in den Hochsaisonen eine wichtige Unterstützung, um die Spitzenzeiten gut bewältigen zu können."

Die Kurzarbeit sei in der Krise ein Erfolgsmodell, das Millionen Arbeitsplätze gesichert habe, so Hörl, der auch darauf hinwies, dass auch die Rahmenbedingungen bei der Beantragung der Corona-Kurzarbeit erleichtert wurden und die Corona-Kurzarbeit bis März 2022 verlängert wird. Zudem werde es eine zusätzliche Zahlung von 500 Euro für Personen geben, die besonders lange in Kurzarbeit waren.

Bereits Anfang dieser Woche wurden aufgrund der aktuell herausfordernden Situation administrative Erleichterungen für Betriebe bei der Beantragung der Kurzarbeit geschaffen. Seit Montag entfällt für Betriebe, die die Kurzarbeit beantragen, die Prüfung und Bestätigung beim Steuerberater. Betriebe bekommen damit die Kurzarbeit mit weniger bürokratischem Aufwand zugesichert. Außerdem schafft die Neuregelung mehr zeitlichen Spielraum – Unternehmen werden drei Wochen Zeit haben, die Corona-Kurzarbeit rückwirkend zu beantragen und bekommen trotzdem die Unterstützung in voller Höhe. Hörl: "Mit dieser Maßnahme können wir Arbeitsplätze sichern und wenn der Lockdown vorbei ist, ist auch ein schneller Wiedereinstieg möglich. Das ist wichtig, um nicht noch mehr Fachkräfte an andere Branchen zu verlieren."

Der Abgeordnete erörtert zudem die Details zur Saisonstarthilfe zur Fachkräftesicherung: Diese gilt für alle Personen, die zwischen 3. November 2021 und dem 12. Dezember 2021 angestellt wurden. Für diese Neuanstellungen bekommt der Unternehmer 65 Prozent des Bruttogehalts, also inklusive aller Lohnnebenkosten, vom AMS refundiert, wobei der Arbeitnehmer seinen vollständigen Gehalt bezieht. Diese Regelung gilt bis zum ehestmöglichen Datum, ab welchem die reguläre Kurzarbeit theoretisch in Anspruch genommen werden kann – d.h. spätestens bis zum 31. Jänner 2022.

Der Tourismussprecher führt abschließend ein Beispiel an: Ein Saisonbetrieb hat für die Wintersaison am 15. November einen Koch angestellt, wegen des Lockdowns musste der Betrieb aber mit 22. November zusperren. Der Betrieb kann diesen Mitarbeiter nicht in Kurzarbeit schicken, da hierfür die Bedingung eines vollentlohnten Kalendermonats gilt – Kurzarbeit wäre hier also erst ab 1. Jänner 2022 möglich. Um diesen Koch trotz Lockdown in Beschäftigung zu halten, greift die Saisonstarthilfe, über die der Koch ein vollständiges Gehalt vom Betrieb ausgezahlt bekommt. Der Betrieb wiederum bekommen seinerseits aliquot für die Tage des Lockdowns 65 Prozent des Bruttogehalts ersetzt. Die gleiche Regelung ist auch auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anwendbar, die während des Lockdowns eingestellt werden (bis 12. Dezember), um die Wiedereröffnung vorzubereiten. (Schluss)

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