• 26.11.2021, 11:28:00
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  • OTS0092

„Orientierung“: „Spielball“ eines Despoten – Flüchtlingselend an der polnisch-belarussischen Grenze

Am 28. November um 12.30 Uhr in ORF 2

Utl.: Am 28. November um 12.30 Uhr in ORF 2 =

Wien (OTS) - Sandra Szabo präsentiert im ORF-Religionsmagazin
„Orientierung“ am Sonntag, dem 28. November 2021, um 12.30 Uhr in ORF
2 folgende Beiträge:

„Spielball“ eines Despoten: Flüchtlingselend an der
polnisch-belarussischen Grenze

Seit Monaten versuchen Tausende Flüchtlinge – vor allem aus dem Irak,
aus Syrien und Afghanistan – über die Grenze zwischen Belarus und
Polen nach Mitteleuropa zu gelangen. Mit falschen Versprechen des
belarussischen Machthabers Lukaschenko wurden sie eingeflogen: Man
werden ihnen Wege über die Grenze in die EU, nach Deutschland
möglicherweise, ebnen. Doch an der Grenze zu Polen, auf
belarussischer Seite, gibt es kein Weiterkommen. Polnische Soldaten
sichern die Grenze, auch mit Tränengas und Wasserwerfern. Aus der
menschlichen Tragödie, die sich derzeit dort abspielt, scheinen
sowohl die weißrussische als auch die polnische Führung Profit zu
schlagen. Der weißrussische Machthaber Alexander Lukaschenko soll mit
der angeblich von langer Hand geplanten „provozierten
Migrationskrise“ Vergeltung an der EU üben wollen. Die hat ihn – nach
seinem „falschen Wahlsieg“ 2020 – mit Sanktionen bedacht. Und für die
polnische Regierung ist die Migrationskrise eine
Inszenierungsmöglichkeit geworden. Nun kann die nationalistische
Partei PiS „Polen verteidigen“, wie es im von ihr kontrollierten
Staatsfernsehen heißt. Die römisch-katholische Kirche des Landes hat
dabei keine klare Rolle gefunden. Denn einerseits weiß man wohl um
die eigene Soziallehre, andererseits gelten weite Teile der Kirche
als „regierungsnah“ und folgen der nationalistischen Diktion der PiS.
Humanitäre Bestrebungen der polnischen Caritas, die Flüchtlingen in
Polen Unterstützung anbietet, werden von einem überwiegenden Teil der
Gläubigen nicht gutgeheißen. Bericht: Martin Motylewicz, Marcus
Marschalek, Jutta Steiner.

Frauen in Not: Zukunft ohne Gewalt in kirchlicher Hilfseinrichtung

Am Anfang der Gewalt steht oft ein Wort, eine Abwertung oder
Demütigung. Die Spirale der Aggression dreht sich mitunter schnell.
Sehr viele Frauen, die in der „St. Elisabeth-Stiftung“ in Wien Hilfe
suchen, haben Gewalt erlebt – eine Erfahrung, die oft mit Scham
behaftet ist. Ein Gespräch kann ein erster Moment sein, um die Kette
der Gewalt zu durchbrechen. Die „St. Elisabeth-Stiftung“ bietet
Frauen mit Kindern ein umfangreiches Betreuungsangebot, das auf drei
Säulen beruht: Beratung, Wohnen und Arbeit. Mehr als 1.100 schwangere
Frauen sowie Familien waren im vergangenen Jahr in der Familien-,
Rechts- und Schwangerenberatungsstelle. Frauen, die von
Wohnungslosigkeit bedroht sind, können in Mutter-Kind-Wohnungen zur
Ruhe kommen und neue Perspektiven für die Zukunft entwickeln. Über
das noch junge Projekt „Mamas Werkstatt“ sollen Frauen wieder auf dem
Arbeitsmarkt Fuß fassen. Die „St. Elisabeth-Stiftung“ ist eine
Einrichtung der Erzdiözese Wien und hilft Müttern in Not, unabhängig
von Nationalität und Religion. Mit den Auswirkungen der
Corona-Pandemie ist man hier tagtäglich konfrontiert: Die
Gewaltbereitschaft sei in vielen Familien gestiegen, berichten
Mitarbeiterinnen. Bericht: Sandra Szabo, Mitarbeit: Jutta Steiner.

Auf dem Weg: Stimmen zum Synodalen Prozess bei katholischem
Frauenpilgern

„Ein gemeinsames Gehen, ein Pilgern“, das soll der am 9. Oktober
eröffnete Synodale Prozess sein, so Papst Franziskus. Ziel des
gemeinsamen Weges ist eine römisch-katholische Kirche, die
zukunftsfähig ist. Zahlreiche Fragen und Themen sollen hierfür
diskutiert werden. Etwa jene nach der Rolle von Frauen in der
römisch-katholischen Kirche. Was aber erwarten sich engagierte
Katholikinnen selbst vom Synodalen Prozess? Wie können und wollen sie
sich einbringen? Was motiviert sie? Die „Orientierung“ hat sich beim
„Frauenpilgertag“ der Katholischen Frauenbewegung Österreichs (kfbö)
im niederösterreichischen Falkenstein umgehört und mit der Theologin
Gunda Werner gesprochen. Bericht: Irene Klissenbauer.

Vulkanausbruch auf Kanareninsel: Ein Pfarrer auf La Palma organisiert
Hilfe und spendet Trost

Die Kanareninsel La Palma wird seit rund zehn Wochen immer wieder von
Vulkanausbrüchen erschüttert. Der Ausbruch am Cumbre Vieja hat
innerhalb dieser wenigen Wochen schon viel Leid unter der Bevölkerung
verursacht: Mehr als 2.000 Gebäude wurden vernichtet, 6.000
Bewohnerinnen und Bewohner der Insel haben ihr Zuhause verloren. Der
katholische Pfarrer von Tajuya organisiert Hilfe, hält seine Kirche
rund um die Uhr für Journalisten und Journalistinnen sowie
„Vulkantouristinnen und -touristen“ geöffnet und spendet den
Betroffenen der Katastrophe Trost. Für den 79-jährigen Domingo Guerra
ist es bereits das dritte Mal, dass er eine Serien von Eruptionen
miterleben muss. Der katholische Priester sieht den Vulkan als
„Drachen“ und ruft dazu auf, ihm „Widerstand“ zu leisten. Bericht:
Josef Manola.

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