- 24.11.2021, 08:10:15
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TU für Digitalisierung in Oberösterreich
Viel Steuergeld für wenig Musi
Die Bundesregierung und das Land OÖ haben die Neugründung einer „Technischen Universität für Digitalisierung und digitale Transformation“ in Oberösterreich angekündigt, die den Studienbetrieb im Herbst 2023 aufnehmen soll und für die ein eigenes Universitätsgesetz geschaffen werden soll. Dies bedeutet einen hohen Einsatz von Steuergeld und die Notwendigkeit, in kürzester Zeit Lehrende und Forschende sowie Studierende zu rekrutieren.
Aus Sicht der Konferenz der Senatsvorsitzenden der österreichischen Universitäten ist der einzig zukunftsweisende Weg zur Weiterentwicklung der digitalen Transformation der breite Ausbau der bestehenden Universitätsstandorte. Die Investition von Steuergeldern für die Neugründung einer weiteren öffentlichen Universität ist keine verantwortungsvolle Nutzung von begrenzten Ressourcen.
Es stellt sich die Frage, welche besonderen Qualifikationen die zukünftigen Absolvent:innen an der neuen Universität erwerben sollen, die nicht ohnehin auch an den bestehenden Universitäten erworben werden können. Darüber hinaus ist der Zeitplan illusorisch.
An überhastet erlassene Verordnungen hat man sich ja zuletzt gewöhnen müssen, ein eigenes Bundesgesetz für eine einzelne neue Universität nach zwei jüngst erfolgten Novellen des Universitätsgesetzes erscheint mehr als entbehrlich.
Eine ausführliche Stellungnahme haben die Senatsvorsitzenden in ihrer Konferenz am 12.11.2021 beschlossen.
Rückfragen & Kontakt
Univ.-Prof. DI Dr. Gernot Kubin
Sprecher der Senatsvorsitzendenkonferenz
der Österreichischen Universitäten SVK
8010 Graz, Rechbauerstraße 12
+43-316-873-4430
gernot.kubin@tugraz.at
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