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SOS Mitmensch: Außenminister Linhart darf junge afghanische Forscherin nicht im Stich lassen!

25-jährige Amena Karimyan ohne österreichisches Visum in auswegloser Falle

Wien (OTS) - SOS Mitmensch ruft Außenminister Michael Linhart dazu auf, die junge afghanische Forscherin und Frauenrechtsaktivistin Amena Karimyan nicht im Stich zu lassen. Die 25-Jährige Astronomin befinde sich, nachdem Österreich ihr zuerst ein Visum in Aussicht gestellt, den Visumsantrag dann aber abgelehnt habe, in einer höchst prekären Situation, warnt die Menschenrechtsorganisation.

„Es ist unfassbar und schockierend, dass das Außenministerium der jungen afghanischen Forscherin zuerst schriftlich ein Visum zusichert und ihr dann die Türe nach Österreich buchstäblich vor der Nase zuschlägt. Österreich darf die junge Frau jetzt nicht hängen lassen“, ruft Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch, Außenminister Linhart zum sofortigen Handeln auf. Pollak betont, dass sich Karimyan derzeit in einer für sie ausweglosen Falle befinde. Die junge Frau habe ihr Leben riskiert, um aus Afghanistan zur Botschaft in Pakistan zu gelangen. Auf dem Weg sei sie zwischenzeitlich von Taliban verhaftet und geschlagen worden, berichtet Pollak. Ohne ein rasches Visum laufe sie jetzt Gefahr, mittellos und ohne Ausweg auf der Straße zu landen, warnt der SOS Mitmensch-Sprecher.

Die 25-jährige afghanische Astronomin und Frauenrechtsaktivistin Amena Karimyan hätte in diesen Tagen auf Einladung mehrerer renommierter österreichischer Einrichtungen, unter ihnen die Österreichische Akademie der Wissenschaften, zu einem dreimonatigen Forschungsaufenthalt nach Österreich kommen sollen. Von der österreichischen Botschaft in Islamabad war ihr schriftlich ein Visum in Aussicht gestellt worden. Der Flug war bereits gebucht. Unter Lebensgefahr überquerte sie die Grenze von Afghanistan nach Pakistan. Doch dann wurde ihr in der Botschaft gestellter Visumsantrag vom österreichischen Außenministerium plötzlich abgelehnt. Auch eine Berufung war erfolglos. Begründet wurde die Ablehnung damit, dass man nicht ausschließen könne, dass die junge Forscherin länger als drei Monate in Österreich bleibt. Seither sitzt die 25-Jährige vollkommen mittellos in Islamabad fest. Dass sie derzeit nicht auf der Straße leben muss, sei lediglich einigen österreichischen Unterstützer*innen rund um die Grazer Wandzeitung „ausreißer“ zu verdanken, berichtet SOS Mitmensch.

SOS Mitmensch hat auf seiner Webseite eine Petition für ein sofortiges Visum nach Österreich für die 25-jährige afghanische Astronomin und Frauenrechtsaktivistin gestartet. Es dürfe vom österreichischen Außenministerium keine Sekunde Zögern oder Zaudern mehr geben, der jungen Frau aus ihrer katastrophalen Lage herauszuhelfen, fordert die Menschenrechtsorganisation.

Rückfragen & Kontakt:

SOS Mitmensch, Zollergasse 15/2, 1070 Wien
Alexander Pollak
0664 512 09 25
apo@sosmitmensch.at
www.sosmitmensch.at

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