• 17.11.2021, 11:54:42
  • /
  • OTS0143

Islamische Föderationen, nicht Wissenschaft am Prüfstand

Die heute von der Islamischen Föderation in ihrer Stellungnahme zum Grundlagenbericht der Dokumentationsstelle erhobenen Behauptungen sind sachlichem Dialog nicht förderlich

Österreich (OTS) - 

Die Dokumentationsstelle Politischer Islam verwehrt sich dezidiert gegen Versuche ihre Forschung und die Arbeit ihrer wissenschaftlichen Mitarbeiter/innen als unlauter darzustellen. Die Einhaltung guter wissenschaftlicher Praxis ist Grundlage für die Arbeit der Dokumentationsstelle. Zu den Standards zählen unter anderem die Einbeziehung von Sekundärliteratur, aber auch von Primärquellen wie öffentlich einsehbare Social-Media-Beiträge und Veröffentlichungen der untersuchten Organisationen selbst. Der Vorwurf der Föderationen, es seien nur alte Quellen verwendet worden, ist bereits mit Blick in das Quellen- und Literaturverzeichnis leicht zu entkräften.

Dokumentationsstelle Politischer Islam arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Standards

Es ist in der Forschung weitestgehend unbestritten, dass die IGMG der Milli-Görüs-Bewegung zuzurechnen ist. Der Grundlagenbericht hat analytisch herausgearbeitet, dass die Österreichischen Föderationen Teil der IGMG sind und dieser hierarchisch untergeordnet sind. Das zeigen auch jüngere Stellungnahmen von Vertretern der Föderationen. Der Bericht gab aber auch der Darstellung der Föderation, es gebe keine personellen oder institutionellen, direkten oder indirekten Verbindungen Raum. Der Grundlagenbericht der Dokumentationsstelle zeigt ganz klar, dass der Begriff Milli Görüs in verschiedener Weise übersetzt werden kann. Milli Görüs stellt laut Analyse keine formale Organisation dar, sondern besteht aus einer Vielzahl an Akteuren, die aber verbunden sind durch die teils durchaus problematischen Ideen Necmettin Erbakans.

Kritische Auseinandersatzung auf sachlicher Ebene wichtig

Die Dokumentationsstelle Politischer Islam verschreibt sich der guten wissenschaftlichen Praxis und steht auch dem Dialog mit den Vereinen und Organisationen offen gegenüber, wie auch ein Gespräch in der Vorwoche zwischen der Direktorin, Mag. Lisa Fellhofer, und Vertretern der Islamischen Föderationen in Österreich zeigt. Die Dokumentationsstelle begrüßt eine kritische Auseinandersetzung in ihrem Forschungsbereich, fordert jedoch dazu auf, eine Vereinnahmung der Wissenschaft zum Zwecke der Selbstdarstellung der Vereine und Organisationen zu unterlassen und sich einer offenen Debatte der Problemstellungen nicht zu verschließen.

Der Grundlagenbericht und seine Aussagen können, wie auch alle anderen Veröffentlichungen der Dokumentationsstelle, auf der Website www.dokumentationsstelle.at abgerufen werden.

Rückfragen & Kontakt

Dokumentationsstelle Politischer Islam
[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FDE

Bei Facebook teilen
Bei X teilen
Bei LinkedIn teilen
Bei Xing teilen
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel