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eFuel Alliance Chef Jürgen Roth kritisiert Glasgower Papier gegen Verbrennungsmotor als weltfremd

eFuels werden wesentliche Rolle bei der Dekarbonisierung des Verkehrs spielen - E-Mobilität reicht für 2030-Reduktionsziel nicht aus

Der Vorstoß einiger Staaten, ab 2035 die Zulassung von Verbrennungsmotoren zu verbieten, erschwert die Erreichung der Klimaziele. Um bis 2050 weltweit Klimaneutralität zu schaffen, müssen viele Ansätze miteinander kombiniert werden. Einer davon ist die E-Mobilität, ein anderer sind die eFuels. Im Vergleich zum Austausch aller Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor durch E-Autos, der mehrere Jahrzehnte benötigen würde, können eFuels schnell in die Tanks von Fahrzeugen gebracht werden, es braucht keine neue Infrastrukturen, unterstreicht der Vorsitzende der österreichischen eFuel Alliance Jürgen Roth. Erfreulicherweise hat der Vorstoß bei den EU-Staaten keine Mehrheit gefunden.

Österreich kann bei eFuels Technologieführer werden

Es ist ein Fehler, einen ganzen Technologiezweig, in dem Europa führend ist, an andere Wirtschaftsräume, namentlich an China, abzugeben, anstatt ihn mit der Ausrichtung auf den Klimaschutz zu boosten. "Österreich hat bei den eFuels eine sehr gute Ausgangsposition und kann Technologieführer werden", betont der eFuel Alliance-Sprecher. In wenigen Jahren werden weltweit an den Standorten mit optimalen topographischen und klimatischen Bedingungen Produktionsanlagen in großem Ausmaß entstehen. "Ohne Planungssicherheit wird weniger investiert, und die Kostendegression wird verzögert."

Einwände, eFuels seien zu teuer oder ineffizient, sind nicht stichhaltig. Auf Basis von Wind- und Solarstrom können an den geeignetsten Standorten alle Mengen erzeugt werden, die benötigt werden. Je mehr erzeugt wird, desto mehr verbilligt sich der klimaverträgliche Treibstoff. "Viele jungen Technologien sind anfangs teuer. Wird einmal massiv investiert, sinken die Gestehungskosten", argumentiert Jürgen Roth. Die Verbesserung der Energieeffizienz ist ein Schwerpunkt des Grazer Pilotversuches des Technologiekonzerns AVL, angestrebt wird eine Verbesserung um 37%. In einer ganzheitlichen Betrachtung zählt auch unter Effizienzgesichtspunkten, dass die flüssigen Energieträgern im Unterschied zu Strom und Wasserstoff unbegrenzt und mit geringem Energieaufwand lager- und transportfähig sind. Importabhängigkeiten spielen bei eFuels eine vergleichsweise geringe Rolle.

In Entwicklungs- und Schwellenländern, aber auch in einigen EU-Mitgliedsländern, werden PKW und LKW noch lange auf den Straßen unterwegs sein. Wer dem Klimaschutz etwas Gutes tun möchte, sorgt dafür, dass eFuels und biogene Treibstoffe möglichst rasch die fossilen Energieträger ersetzen können und diese Flotten somit nicht mehr CO2 emittieren, als vorher der Atmosphäre entnommen wurde.

Österreich kann Klimaziel nicht erreichen, wenn nicht alle Technologien ihren Beitrag leisten

Österreich muss Jahr für Jahr erhebliche Mengen CO2 reduzieren, bis 2030 ist eine Minderung um 48% zu erzielen. Das heißt, es müssten pro Jahr Emissionen im Ausmaß von rund 5% wegfallen. Bisher ist Österreich nicht auf einem Reduktionspfad. Wird das Reduktionsziel in den Jahren 2022 verfehlt, ist Strafe zu zahlen. "Eine Beimischung von 25% eFuels würde sich in einer Reduktion von 6 Mio. Tonnen CO2 niederschlagen", betont der eFuel Alliance-Vorstand, "ich kenne keine andere sozial- und standortverträgliche Maßnahme mit einer derartig kurzfristig steuerbaren Wirkung".

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Jürgen Roth
Vorstandsvorsitzender eFuel Alliance Österreich
jroth@tankroth.at
+43 (0) 1 890 77 17

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