• 11.11.2021, 10:33:12
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  • OTS0092

Tourismus als regionaler Wirtschaftsfaktor

Beitrag des Tourismus zum Bruttoregionalprodukt der Bundesländer variiert laut Statistik Austria und WIFO zwischen 2,6% und 16,9%

Utl.: Beitrag des Tourismus zum Bruttoregionalprodukt der
Bundesländer variiert laut Statistik Austria und WIFO zwischen
2,6% und 16,9% =

Wien (OTS) - Im Jahr 2018 bewegten sich die direkten und indirekten
Wertschöpfungseffekte des Tourismus in den Bundesländern zwischen
0,61 Mrd. Euro im Burgenland und 5,91 Mrd. Euro in Tirol. Das geht
aus den Ergebnissen der von Statistik Austria und dem
Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) erstmals
erstellten regionalen Tourismus-Satellitenkonten (RTSA) für acht der
neun Bundesländer Österreichs hervor, die am Donnerstag, dem 11.
November 2021, im Rahmen eines Medien-Workshops von Peter Laimer und
Ines Orsolic (Statistik Austria) sowie Oliver Fritz und Anna Burton
(WIFO) präsentiert wurden.

„Die regionalen Tourismus-Satellitenkonten zeigen einmal mehr, dass
der österreichische Tourismus räumlich sehr unterschiedlich verteilt
ist, auch wenn er sich im Laufe der letzten Jahre in allen
Bundesländern zu einem wichtigen wirtschaftlichen Standbein
entwickelt hat“, so WIFO-Ökonom Oliver Fritz.

„Aufgrund des hohen Ausmaßes an regionaler Verflechtung hat der
Tourismus über Bundesländergrenzen hinaus eine große Bedeutung für
die österreichische Wirtschaft“, so Peter Laimer von der Statistik
Austria.

Der direkte und indirekte Beitrag des Tourismus zum
Bruttoregionalprodukt (BRP) variiert aufgrund der unterschiedlichen
Branchenstrukturen in den Bundesländern stark. So beträgt der Anteil
am BRP in den Tourismushochburgen Tirol und Salzburg 16,9% bzw.
13,7%. Dagegen fällt er in Wien mit 4,8% deutlich geringer aus,
obwohl der zweithöchste Anteil an den Gesamtausgaben in Österreich
auf die Bundeshauptstadt entfällt. In Kärnten, im Burgenland und in
der Steiermark lösen touristische Ausgaben
Gesamtwertschöpfungseffekte aus, die einem BRP-Beitrag von 8,0%
(Kärnten), 6,8% (Burgenland) und 4,6% (Steiermark) entsprechen. Sie
bewegen sich somit um den Österreichschnitt (7,4%). In den stark
produktionsorientierten Bundesländern Ober- und Niederösterreich
trägt der Tourismus direkt und indirekt 2,6% bzw. 3,0% zur jeweiligen
Regionalwirtschaft bei. Ebenso variiert je nach Bundesland der dem
Tourismus zuzuschreibende Anteil an der regionalen
Gesamtbeschäftigung zwischen 16,3% in Tirol und 3,2% in
Oberösterreich.
Die interregionale Verflochtenheit der Bundesländer führt außerdem zu
erstmals messbaren Spillover-Effekten, sodass ein Bundesland
wirtschaftlich von der Nachfrage der eigenen Gäste profitiert sowie
von touristischen Ausgaben, die in anderen Bundesländern getätigt
werden. Die resultierenden direkten und indirekten
Wertschöpfungseffekte bewegen sich zwischen 0,78 Mrd. Euro, welche
durch Gesamtaufwendungen des burgenländischen Tourismus ausgelöst
werden, und 6,88 Mrd. Euro, welche durch den Tourismus in Tirol in
Gesamtösterreich generiert werden.

Weitere Informationen zum Tourismus-Satellitenkonto (TSA) sowie
Factsheets zu den einzelnen Bundesländern finden Sie auf der Webseite
von Statistik Austria unter "Tourismus-Satellitenkonto"
https://www.statistik.at/ und auf der WIFO-Webseite unter
https://www.wifo.ac.at/

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