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Presserat weitet seine Zuständigkeit auf Freie Radios und Community TVs aus

Wien (OTS) - Der Trägerverein des Österreichischen Presserats hat gestern seine Statuten und die Verfahrensordnung für die Beschwerdesenate abgeändert: Ab jetzt haben auch Freie Radios und Community TVs die Möglichkeit, den Ehrenkodex für die österreichische Presse anzuerkennen und sich der Selbstkontrolle des Presserats zu unterziehen. Da sich die Freien Sender in ihrer Charta schon bisher freiwillig dem Ehrenkodex verpflichtet hatten, war deren offizielle Einbeziehung in die Kontrolltätigkeit des Presserats naheliegend. Aber auch die Grundsätze, die diese Medien auszeichnen (u.a. offener Zugang, Partizipation, Transparenz, journalistische Qualität, antidiskriminatorischer Anspruch) sprechen dafür, am System der Medienselbstkontrolle des Presserats teilzunehmen.

Die neuen Regelungen sind so ausgestaltet, dass der Presserat für ein nicht-kommerzielles privates Rundfunkunternehmen dann zuständig ist, wenn es die Übernahme der Selbstkontrolle durch den Presserat beantragt und die Anerkennung des Ehrenkodex zusichert. Die Regelungen wurden in Absprache mit dem Verband Freier Rundfunk Österreich entwickelt. Im Gegensatz zum Printbereich, wo der Presserat über eine umfassende Zuständigkeit für alle Zeitungen und Zeitschriften verfügt, hat man sich hier für ein „Opt-in-Verfahren“ entschieden.

Dieter Henrich, Präsident des Trägervereins, zum Ausbau der Zuständigkeit: „Es ist ein sehr positives Signal, dass sich der Presserat für die nicht-kommerziellen privaten Rundfunksender öffnet. Durch die Anerkennung des Ehrenkodex haben diese Sender nun die Möglichkeit, ihr Verantwortungsbewusstsein und ihren Willen zur journalistischen Qualitätssicherung zum Ausdruck zu bringen.“

Helga Schwarzwald, Geschäftsführerin des Verbands Freier Rundfunk: „Es freut mich sehr, dass der Presserat seine Zuständigkeit in Richtung nichtkommerziellen Rundfunksendern ausweitet und unsere Mitglieder nun die Möglichkeit haben, ihre hohen medienethischen Standards auch gegenüber dem Presserat unter Beweis zu stellen. Gemeinsam mit dem Presserat können wir so gerade jetzt ein wichtiges Zeichen setzen.“

Rückfragen & Kontakt:

Alexander Warzilek, Geschäftsführer Presserat, Tel.: +43 - 1 - 23 699 84 - 11
Helga Schwarzwald, Geschäftsführerin Verband Freier Rundfunk Österreich, Tel.: +43 680 2368889

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