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Konsumentenschutzminister Mückstein: Augen auf beim Martinigansl-Kauf – Tipps vom Minister!

Herkunftskennzeichnung sorgt für Transparenz am Teller und fördert bewusste Konsumentscheidung

Wien (OTS/BMSGPK) - Am Sankt-Martins-Tag oder zum Martinsfest steht jedes Jahr am 11. November bei vielen Menschen der Gänsebraten ganz oben auf dem Speiseplan. „Martinigansl“ haben in Österreich Tradition – und der Konsument beziehungsweise die Konsumentin sollten das Recht haben, die Herkunft des „Martinigansls“ zu erfahren. Eine Herkunfts-Kennzeichnung ist nicht zuletzt deshalb wichtig, weil die Tierhaltestandards in Europa sehr unterschiedlich sind. „Die Aufzucht der Gänse per Stopfmast ist bei uns in Österreich verboten. Ich bin davon überzeugt, dass jeder Mensch, der diese Praxis einmal gesehen hat versteht, warum: Stopfmast ist Tierquälerei. Leider wird die hohe Nachfrage zu Martini oft durch billige Importe aus EU-Ländern mit äußerst fragwürdigen Standards befriedigt. Mit der Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie hätten wir mehr Transparenz am Teller und es wäre klar ersichtlich, woher das Fleisch kommt. Ich will diese als Grundlage für bewusstere Konsumentscheidungen schnellstmöglich einführen“, so Minister Mückstein.****

Österreich hat bei der Gänsehaltung strengere Regeln als andere EU-Länder, so ist etwa die Stopfmast im Tierschutzgesetz als Tierquälerei eingestuft und verboten. Produkte aus tierquälerischer Haltung, wie etwa die Stopfleber, dürfen aber wegen des freien Warenverkehrs importiert und im Handel und der Gastronomie verkauft werden. Ungarn, Polen und Frankreich sind die Länder, aus denen die meisten Gänse importiert werden.

Österreich setzt auf strengere Tierschutzbestimmungen. Den „Goldstandard“ in der Gänsehaltung stellt die „Weidegans“ dar. 35 Prozent der Gänseproduzent:innen in Österreich nehmen am Weidegansprojekt teil. Die „Weidegans“ erfüllt hohe Tierwohlstandards und bietet beste Fleischqualität.

Tipps für den Martinigansl-Kauf:

  • Am besten kaufen Sie Ihr Martinigansl als Weidegans direkt beim bäuerlichen Betrieb Ihres Vertrauens. Damit stärken Sie die heimische Landwirtschaft und unterstützen hohe Tierwohlstandards. Wenn Sie Ihr Gansl im Supermarkt kaufen, achten Sie auf die Herkunft: Weidegans, Bio oder zumindest aus Österreich sollte es sein.
  • Wenn Sie im Wirtshaus ein Gansl essen, fragen Sie, woher die Gans kommt. Viele Restaurants und Wirtshäuser setzen schon auf verantwortungsvollen Einkauf, wodurch ein höherer Preis gerechtfertigt wird.

(Schluss)


Rückfragen & Kontakt:

Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK)
Christina Ritschel, Bakk. phil.
Pressesprecherin
+43-1-71100-862480
pressesprecher@sozialministerium.at
www.sozialministerium.at

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