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ORF-„matinee“ am 7. November: „Magische Gärten – Courances“ und „Der Mann, der Yves Montand war“

Außerdem: „Die Kulturwoche“, „Museum für Zwei“ im Sigmund-Freud-Museum Wien – ab 9.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Auf einen Kulturausflug nach Frankreich lädt die „matinee“ am Sonntag, dem 7. November 2021, um 9.05 Uhr das TV-Publikum in ORF 2: Nach einem Spaziergang durch „Magische Gärten“ im Park von Courances südlich von Paris steht „Der Mann, der Yves Montand war“ (9.30 Uhr) im Mittelpunkt des gleichnamigen Dokumentarfilms – am 9. November vor 30 Jahren starb der charismatische französische Chansonnier und Schauspieler. Auf „Die Kulturwoche“ (10.30 Uhr) mit aktuellen Berichten und Tipps folgt eine neue Ausgabe der Kurzreihe „Museum für Zwei“ (10.50 Uhr), in der Direktorin Monika Pessler den jungen Schauspieler Simon Morzé durch das Sigmund-Freud-Museum in Wien führt. Clarissa Stadler begleitet durch den ORF-Vormittag.

„Magische Gärten – Courances“ (9.05 Uhr)

In dem südlich von Paris gelegenen Park von Courances, dessen Name „Fließgewässer“ bedeutet, ist das Wasser allgegenwärtig – zum Beispiel in den zahlreichen Wassergräben, Kanälen und Springbrunnen. Darüber hinaus strukturiert das Wasser die gesamte Landschaft. Die vielen Bäume sind die andere Sehenswürdigkeit von Courances. Sie verleihen dem Park seinen ganz eigenen, romantischen Charakter. Das Gelände erstreckt sich über 75 Hektar Gartenfläche und 500 Hektar Ackerland. Während viele Gärten ihrem früheren Bild verhaftet bleiben, ist das Anwesen von Courances lebendig, bewohnt, der modernen Welt zugewandt und in ständiger Erneuerung begriffen. Die Ausgabe der Reihe „Magische Gärten“ gestaltete Emmanuel Descombes.

„Der Mann, der Yves Montand war“ (9.30 Uhr)

Als Ivo Livi, Sohn eines kommunistischen italienischen Besenbinders, in der Toskana geboren und nach der Immigration der Eltern nach Frankreich im Arbeitermilieu von Marseille aufgewachsen, gehört Yves Montand (1921–1991), auch 30 Jahre nach seinem Tod, zu den berühmtesten französischen Chansonniers und Schauspielern. In seinem schillernden Leben ist ihm allerdings nie irgendetwas in den Schoß gefallen: Der ehemalige Friseurlehrling, der sich zum internationalen Star emporgearbeitet hatte, musste bis zuletzt kämpfen. Neben Abenteuerfilmen („Lohn der Angst“, 1952) spielte er vorwiegend in Komödien („Machen wir's in Liebe“, 1960; „Lieben Sie Brahms?“, 1960) und gewann als Schauspieler auch zunehmend Anerkennung in politisch engagierten Filmen wie etwa in „Z – Anatomie eines politischen Mordes“ (1969) unter der Regie von Costa-Gavras. Montand stellte seine enorme Energie und seinen ungeheuren Ehrgeiz auch in den Dienst vieler bedeutsamer politischer Anliegen des 20. Jahrhunderts und spielte sogar mit dem Gedanken, sich um das Amt des französischen Staatspräsidenten zu bewerben. Sechs Jahre nach seinem Tod wurde Montand von seiner Vergangenheit eingeholt, denn, um endgültig festzustellen, dass Aurore Drossart nicht die uneheliche Tochter des Stars war, musste seine Leiche exhumiert werden. Der unbekannte Montand, der provozierende Montand, der großartige Montand, der liebenswerte Montand – all diese Facetten sind im Dokumentarfilm „Der Mann, der Yves Montand war“ von Karl Zéro und Daisy d'Errata zu einem faszinierenden Menschenporträt verwoben.

„Museum für Zwei – Sigmund Freud Museum Wien“ (10.50 Uhr)

Wiens berühmteste Adresse ist wohl die Berggasse 19 im neunten Wiener Gemeindebezirk, zumindest, wenn es nach der Website des Sigmund-Freud-Museums geht. Was sagt uns der – durchaus patriarchale – Begründer der Psychoanalyse, unser aller Traumdeuter und Erforscher des Unbewussten, heute noch? Nach aufwendigen Um- und Adaptionsarbeiten des Hauses im vergangenen Jahr begrüßt Museumsdirektorin Monika Pessler den Schauspieler Simon Morzé zu einer Privatführung. Mit Freud kam Morzé schon intensiv in Berührung, spielte er doch in der Robert-Seethaler-Verfilmung „Der Trafikant“ den jugendlichen Freund des berühmten Österreichers. Die Folge gestalteten Florian Kröppel und Daniel Budka.

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