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FW-Schwingenschrot: Leere Großhandels-Regale – droht Wien ein Schnitzel-Blackout?

Großhändler berichten von Lieferschwierigkeiten bei verschiedenen Produktgruppen von Schnitzel bis Tiefkühlkost

Wien (OTS) - Nicht schlecht staunte der Gastrosprecher der Freiheitlichen Wirtschaft Wien, Vizepräsident Dietmar Schwingenschrot, als er für einen Lokalaugenschein in einem Großhandelsmarkt bei Wien die Regale inspizierte. „In zahlreichen Regalen herrschte gähnende Leere. Ein Anblick, den ich zuletzt in den Achzigern jenseits des Eisernen Vorhangs erlebt habe und der sich in mein Gedächtnis eingebrannt hat, weil so etwas hier bei uns so absurd erscheint“, erinnert sich Schwingenschrot.

Betroffen seien Produkte aus zahlreichen Segmenten – einzelne Posten bei Tiefkühlkost, Frischfleisch, Wurst, aber auch bestimmte Teigwaren, Knabberzeug und auch zahlreiche Nonfood-Artikel seien aktuell nicht verfügbar. Auf Nachfrage bei der Filialleitung wurde der subjektive Eindruck bestätigt. Grund seien nicht funktionierende Lieferketten, die aufgrund pleitegegangener Zwischenhändler, fehlenden Personals oder Rohstoffmangel irgendwo in der Herstellungskette unterbrochen seien. Auch die Kurzarbeit während der Lockdowns wirke sich nun auf den Markt aus, weil die notwendigen Mengen einfach nicht produziert worden und die Lager zwischenzeitlich leergeräumt sind.

Besonders erschreckend sei für Schwingenschrot der Nebensatz gewesen, dass der `Lebensmittelhandel im Supermarkt noch funktioniere´. „Heute sind die Regale im Großhandel leer, morgen vielleicht schon im Supermarkt um die Ecke“, warnt Schwingenschrot. Die Freiheitliche Wirtschaft Wien fordert daher umgehend einen runden Tisch mit Vertretern von Wirtschaftskammer, Handelsverband, Speditionen und Produktionsbetrieben, um gegen die Knappheit in den Regalen vorzugehen. „Sollten diese Probleme nicht rasch gelöst werden, droht den Wiener Lokalen ein regelrechter `Schnitzel-Blackout´; für die privaten Haushalte ist die Situation dann allerdings noch bedrohlicher“, so Schwingenschrot.

Die Freiheitliche Wirtschaft befasst sich verstärkt mit dem Thema `Regionalität´ und arbeitet an verschiedenen Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung bei Politik, Handel und Konsumenten. „Regionalität bedeutet nicht nur Wertschöpfung in der jeweiligen Region und Verkürzung von Transportwegen. Regionalität bedeutet auch das Loslösen aus der Abhängigkeit von Importen aus dem Ausland. Diese Abhängigkeit droht uns nun auf den Kopf zu fallen“, so Schwingenschrot abschließend.

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Dkkfm. Andreas Hufnagl
Kommunikation und Marketing
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