Erstmals 200 Frauen an der Spitze der österreichischen Gemeinden

Bürgermeisterinnen knacken die symbolisch wichtige 200er-Marke – neue jüngste Bürgermeisterin ist 25 Jahre alt

Wien (OTS) - Erstmals erreicht die Anzahl der österreichischen Bürgermeisterinnen die 200er-Marke. Damit zeigt sich ein klarer Trend nach oben: Vor zehn Jahren lag der Frauenanteil unter den Bürgermeistern mit 119 von 2.357 bei nur 5%, vor fünf Jahren standen 146 Bürgermeisterinnen den österreichischen Gemeinden vor – ein Anteil von 7% (von 2.100 Gemeinden). Mit Margit Wennesz-Ehrlich aus Oslip im Burgenland wurde die 200ste Bürgermeisterin am Freitag, 15. Oktober, vom Gemeinderat gewählt. Damit stehen die Ortschefinnen derzeit 9,5% der insgesamt 2.095 Kommunen in Österreich vor.

„Wir freuen uns, dass stetig neue Bürgermeisterinnen dazukommen. Natürlich gibt es noch Luft nach oben, doch wie die Zahlen zeigen, sind wir am richtigen Weg“, erklärt Gemeindebund-Präsident Bürgermeister Alfred Riedl. „Frauen in kommunalen Führungspositionen setzen ein wichtiges Zeichen für die Gleichberechtigung in diesem Land und motivieren auch andere Frauen, sich mehr zuzutrauen. Die Bürgermeisterinnen sind Mutmacherinnen für Frauen in allen Bereichen und sollten in ihren Bemühungen gestärkt werden”, betont er.

Mit Nicole Zehetner-Grasl wurde zudem eine neue jüngste Bürgermeisterin ins Amt gewählt – sie ist 25 Jahre alt und wurde am letzten Sonntag in der Gemeinde Hofkirchen im Traunkreis gewählt. Die Jungbürgermeisterin betont: “Mir ist es wichtig, die Bedürfnisse von möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern im Gemeinderat abzubilden. Daher bemühe ich mich, eine Mischung aus Jung und Alt, Frauen und Männern und vielfältigen Lebensrealitäten für die Kommunalpolitik zu begeistern. Ich will zeigen: Ich bin eine Frau, ich bin 25 Jahre alt und ich traue mir das zu. Bitte traut euch das auch zu – auch wenn die eine oder andere Hürde am Weg liegt.”

Zehetner-Grasl ist eine von 47 Bürgermeisterinnen in Oberösterreich. Niederösterreich führt derzeit im Bundesländervergleich mit 75 Bürgermeisterinnen. In der Steiermark gibt es aktuell 22 weibliche Bürgermeister, in Tirol 17 und im Burgenland sind es 14. Kärnten hat derzeit 10 Ortschefinnen zu verzeichnen, nur in Salzburg und Vorarlberg sind es noch weniger mit jeweils 9 und 6 Bürgermeisterinnen. 2022 werden die Karten wieder neu gemischt. Im Februar kommenden Jahres finden in Tirol und im Oktober im Burgenland Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen statt.

Gemeindebund-Vizepräsidentinnen Bürgermeisterin Sonja Ottenbacher und Bürgermeisterin Roswitha Glashüttner setzen sich seit Jahren dafür ein, Frauen in der Kommunalpolitik zu fördern. Um die Ortschefinnen zu vernetzen und zu stärken, initiierten die beiden gemeinsam mit dem Österreichischen Gemeindebund das jährliche Bürgermeisterinnentreffen. Die Vizepräsidentinnen unterstreichen: “Es ist unser erklärtes Ziel, noch mehr Frauen für die Kommunalpolitik zu begeistern. Schließlich ist es der Anspruch einer repräsentativen Demokratie, dass alle Bevölkerungsgruppen in den Entscheidungsgremien vertreten sind.”

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Der Österreichische Gemeindebund ist seit 1947 die kommunale Interessensvertretung von 2.084 der insgesamt 2.095 österreichischen Gemeinden und Städte auf Bundesebene und repräsentiert damit insgesamt rund 70 Prozent der österreichischen Bevölkerung.

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