Austrian EOSC Mandated Organisation offiziell gegründet – ein Meilenstein für Open Science

Wien (OTS) - „Das ist ein weiterer wichtiger Schritt für Österreich und zeigt, wie fortgeschritten wir in der Diskussion um Open Science sind“, freut sich Stefan Hanslik, BMBWF, einer der treibenden Kräfte hinter der European Open Science Cloud (EOSC), einem Prozess an welchem Österreich seit Anfang an engagiert ist. Das Bekenntnis zu den Grundsätzen von EOSC wurde in Wien, während der österreichischen EU Präsidentschaft, in der „Vienna Declaration on the European Open Science Cloud“ festgelegt. Die Austrian EOSC Mandated Organisation ist nun der nächste Meilenstein nach dem Launch der European Open Science Cloud, der am 3. November 2018 an der Universität Wien vollzogen wurde. Paolo Budroni, TU Wien, Koordinator der Initiative, ergänzt: „Jetzt hat sich die gemeinsame Arbeit um den Aufbau arbeitsfähiger Strukturen gelohnt, und die echte Arbeit kann nun beginnen.“

Auch der geistige Vater der EOSC, Jean-Claude Burgelman wies in seinem Statement auf der ersten Vollversammlung (General Assembly) darauf hin, dass es zwar bereits viel Papier gibt, aber tatsächlich operational noch viel zu tun ist. Und dass man gemeinsam mit Partnern mehr erreicht, zumal sich die gesellschaftlichen Ansprüche seit der ersten Idee, Forschungsdaten der EU öffentlich zu machen, stark erweitert haben, um gewissermaßen einen „Schengenraum für Forschungsdaten“ in Europa zu schaffen“.

Vorreiter in Österreich waren neben der TU Wien, die Universität Wien, die TU Graz, das Naturhistorische Museum Wien, die JKU Linz und das Climate Change Centre Austria, welche bereits zu den Mitgliedern der EOSC Assoziation zählen.

Jede Einrichtung bringt spezifische Infrastrukturen oder Skills ein. Neben der Forschung, der Lehre und den damit verbundenen Infrastrukturen werden die Universitäten einen wichtigen Beitrag bei der Ausbildung einer neuen Generation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie von Technikerinnen und Technikern leisten, data scientists, data curators, oder data stewards. „Universitäten leisten mit ihren Infrastrukturen und Services einen wichtigen Beitrag im Austausch mit Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft, für den die EOSC einen Rahmen bietet, um diesen kohärent, ambitioniert und umsichtig gestalten zu können“, betont Ronald Maier, Vizerektor der Universität Wien. Im Aufbau der EOSC-Infrastruktur ist die enge Einbindung unserer Forschenden ebenso ein Mehrwert – wie auch unsere internationalen Netzwerke“, bestätigt Claudia von der Linden, Vizerektorin der TU Graz. „Insbesondere die Vision von Open Linked Data beflügelt uns“, ergänzt Katrin Vohland, Generaldirektorin des Naturhistorischen Museums Wien, „wir können dann unsere Sammlungsdaten mit Klimadaten oder -modellierungen, funktionellen Informationen oder historischen Erkenntnissen verknüpfen“. Josef Eberhardsteiner, Vizerektor der TU Wien, skizziert die nächsten operativen Schritte: „Nach Klärung der benötigten Ressourcen gilt es nun, Arbeitsgruppen und ein laufendes Monitoring der österreichischen Forschungslandschaft einzurichten und Erfolgsfaktoren festzulegen, mit dem Zweck, die EOSC Readiness zu ermöglichen.“

Hintergrund: Die European Open Science Cloud wurde im November 2018 in Wien offiziell unter der österreichischen EU Präsidentschaft von Europäischen Kommission gelauncht. Die dabei verabschiedete „Vienna Declaration on the European Open Science Cloud“ ist einer der Eckpfeiler der gemeinsamen österreichischen Initiative Austrian EOSC Mandated Organisation/EOSC Support Office Austria.

Aus der Konsensualvereinbarung: Die Initiative, die “Austrian EOSC Mandated Organisation” und das “EOSC Support Office Austria” entstehen im Rahmen der Bildung der European Open Science Cloud (EOSC) und der EOSC Association AISBL. Die PartnerInnen eint das gemeinsame Interesse an einer koordinierten Entwicklung gemäß der zukünftigen österreichischen Open Science Policy und EOSC-Ziele. Das Ziel vom “EOSC Support Office Austria” ist es, sich als die operative Einheit zur “Austrian EOSC Mandated Organisation” zu etablieren, welche aktuell rein juristisch vom ACONET Verein wahrgenommen wird.

Die österreichische Initiative bekennt sich zur Open Science Bewegung und zur Vienna Declaration on the EOSC. Die Vision von Open Science ist es, wissenschaftliche Prozesse offener und effektiver zu gestalten und sowohl wissenschaftliche Exzellenz als auch offene innovative und angewandte Forschung zur Bewältigung aktueller Herausforderungen zu nutzen, die sehr umfassend in den Policies der EU-Kommission und im Rahmenwerk der Globalen Nachhaltigkeitsziele (UN SDGs) dargestellt werden

Die Teilnahme weiterer österreichischer Institutionen an der EOSC Initiative ist erwünscht.

Rückfragen & Kontakt:

Paolo Budroni, Vorsitzender der Generalversammlung, paolo.budroni@tuwien.ac.at
Ilire Hasani-Mavriqi, Vorsitzende des Managements, ilire.hasani-mavriqi@tugraz.at

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