Österreich und Tschechien vereinbaren verstärkte wissenschaftliche Kooperation

Tschechische Republik fördert Institut für die Wissenschaften vom Menschen mit 175.000 Euro

Wien (OTS) - „Österreich freut sich sehr über die engere Kooperation mit der Tschechischen Republik als mitteleuropäische Drehscheibe für den Austausch in den Geistes- und Sozialwissenschaften“ so Bundesminister Faßmann anlässlich der Unterzeichnung eines Memorandums of Understanding zwischen Österreich und der Tschechischen Republik. Der Minister dankte in diesem Zusammenhang auch dem tschechischen Außenminister Jakup Kulhánek und ergänzt: „Das Institut für die Wissenschaften vom Menschen ist ein auch international hochangesehenes Institute for Advanced Study, das sich daher für die Vernetzung und den Austausch über Ländergrenzen hinweg einsetzt. Diese Vernetzung soll dazu auch die Disziplinen stärken und dabei helfen über wissenschaftliche Diskussionen gesellschaftliche und nationale Gegensätze zu überwinden.“

Das Abkommen sieht - in Fortsetzung der bisherigen Zusammenarbeit -eine Unterstützung der Forschung am Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IMW) von tschechischer Seite in der Höhe von insgesamt 175.000 Euro für drei Jahre, von 2021 bis 2023, vor. Die Vereinbarung mit der Tschechischen Republik unterstreicht damit die internationale Ausrichtung des IWM und seine traditionell engen Bindungen zu den mittel- und osteuropäischen Ländern. Die Finanzierungsvereinbarung soll die Geistes- und Sozialwissenschaften im Allgemeinen sowie das IWM im Speziellen unterstützen und Ausdruck der Anerkennung dieser Disziplinen und der hervorragenden Arbeit sein, die das IWM auf diesem Gebiet seit Jahren leistet.

Das IWM ist ein unabhängiges, interdisziplinär ausgerichtetes Institut mit Fokus auf die Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften (GSK) und wurde 1982 durch den polnischen Philosophen Krzysztof Michalski (+2013) gegründet. Von 2015 bis 2021 fungierte die bekannte Sozialanthropologin Shalini Randeria als Rektorin des Instituts. Die Grundfinanzierung des Instituts setzt sich aus Mitteln des Bundes und der Stadt Wien zusammen. Dazu kommen Zuwendungen der Republik Polen und der Tschechischen Republik sowie zahlreicher privater Sponsoren. Drittmittel für seine Programme erhält das IWM von forschungsfördernden Institutionen aus dem In- und Ausland. Seit seiner Gründung hat das Institut mehr als 1.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt beherbergt – ein bedeutender Anteil davon aus Tschechien. Das Land zählt zu den Hauptbeteiligten an den Forschungsprogrammen des Instituts.

„Mithilfe der tschechischen Förderung können junge, talentierte tschechische Forscherinnen und Forscher als Fellows ans IWM kommen und sich in diesem prestigeträchtigen Institut beruflich weiterentwickeln und wissenschaftlich vernetzen. Die Zusammenarbeit des IWM mit unserem Außenministerium bzw. dem Institut für internationale Beziehungen Prag ermöglicht es ferner, führende intellektuelle Persönlichkeiten – wie in den letzten Jahren beispielsweise Timothy Snyder oder Ivan Krastev – welche sich im IWM mit wichtigen Fragestellungen unserer Zeit beschäftigen, auch in der Tschechischen Republik zu Wort kommen zu lassen und sie dem tschechischen Fachpublikum sowie einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen“, so die Botschafterin der Tschechischen Republik in Österreich Ivana Červenková.

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Tel.: +43 1 313 58-407
hagedorn@iwm.at
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