Zum Inhalt springen

Busek auf oe24.tv: „Glaube nicht, dass die ÖVP Sebastian Kurz nochmals in eine Wahl schickt“

Alt-Vizekanzler hätte völligen Rückzug des ÖVP-Obmannes für besser gehalten

Wien (OTS) - Der frühere ÖVP-Vizekanzler und Parteichef Erhard Busek lässt in einem Interview mit oe24.TV - es wird heute Dienstag ab 21 Uhr gesendet – aufhorchen. Im Gespräch mit Isabelle Daniel macht Busek klar, dass er einen vollständigen Rückzug von Sebastian Kurz aus allen politischen Ämtern für richtiger gehalten hätte. Auf die Frage, wie er den Wechsel von Kurz ins Parlament beurteile, sagte Busek: „Taktisch sehr geschickt, aber es hält nur eine kurze Zeit. In der ÖVP knistert es schon. Ein Landeshauptmann hat schon deutlich gesprochen. Wenn man merkt, dass es kriselt, geht man besser, bevor man diesen schmerzvollen Prozess in Stücke geschnitten zu werden, mitmacht.“

Ob Kurz sich hätte ganz zurückziehen sollen? Busek: „Ja, natürlich. Natürlich hatte er auch Hoffnungen zu überleben. Er muss aber auch an seine Zukunft denken. Je länger dieser Prozess dauert, desto schwieriger wird es.“ Busek zeigte sich zudem überzeugt, dass die ÖVP Kurz nicht mehr in eine etwaige Neuwahl schicken werde: „Also wenn ich das Knistern in der eigenen Partei höre, glaube ich nicht, dass sie ihn nochmals in die Wahl schicken.“

Busek kritisierte auch, dass Kurz‘ Nachfolger Alexander Schallenberg gesagt habe, er halte die Vorwürfe gegen Kurz für falsch. Busek:
„Wenn er erklärt hätte, dass er loyal ist, wäre das gegangen. Aber Persilscheine auszustellen, kann nicht die Aufgabe des Kanzlers sein. Das war sicher ein Fehler und das ist schade, weil ich viel von ihm halte.“

Rückfragen & Kontakt:

ÖSTERREICH, Chefredaktion
(01) 588 11 / 1010
redaktion@oe24.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FEL0001