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Neu veröffentlichte Studie zeigt Wirksamkeit von Musiktherapie

Musiktherapie kann wichtigen Beitrag zur Behandlung psychosozialer Auswirkungen der Pandemie leisten

Wien (OTS) - Die psychischen Auswirkungen der Pandemie sind fatal. Depressionen, Schlaf- und Angststörungen nehmen drastisch zu – nicht nur bei Erwachsenen, sondern gerade auch bei Kindern und Jugendlichen. Neben Psychotherapie, psychologischer und psychiatrischer Behandlung stellt die Musiktherapie als Gesundheitsberuf eine wichtige Ergänzung bei der Bekämpfung dieser gravierenden Langzeitfolgen dar. Eine soeben im European Journal of Public Health erschienene Studie des AIHTA (doi:10.1093/eurpub/ckab042) zeigt die Wirksamkeit in verschiedenen Anwendungsbereichen wie etwa bei Depressionen oder Schlafstörungen. Hierbei konnte unter anderem gezeigt werden, dass durch den gezielten Einsatz von Musiktherapie Stress und Angstzustände reduziert werden können.

Weiters beleuchtet wurden die Bereiche Demenz, Schizophrenie und Autismus-Spektrum-Störungen, da es in diesen Feldern besonders viele Untersuchungen zur Wirksamkeit und Cochrain Reviews gibt. Gerade bei Patient_innen, die über Sprache begrenzt zugänglich sind, stellt die Musiktherapie eine zielführende ergänzende Behandlungsmethode dar. So kann etwa bei Autismus-Spektrum-Störungen die Eltern-Kind-Beziehung über musiktherapeutische Methoden positiv gestärkt werden.

Ein kostenfreier Zugang zu dieser wichtigen Behandlungsform besteht derzeit nur in Institutionen. Obwohl die Nachfrage nach Musiktherapie auch in freier Praxis zunehmend wächst, muss diese Leistung nach wie vor privat finanziert werden, was viele Bevölkerungsgruppen von einer Behandlung ausschließt.

Rückfragen & Kontakt:

ÖBM - Österreichischer Berufsverband der MusiktherapeutInnen
Mag.a Daniela Csefalvay - Geschäftsführerin
Tel.: +43-(0)677 635 45304
dc@oebm.org
www.oebm.org

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