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ORF RSO Wien im Oktober: vier Uraufführungen & eine österreichische Erstaufführung unter Chefdirigentin Marin Alsop

Wien (OTS) - Das ORF-Radio-Symphonieorchester Wien eröffnet im Oktober die Saison im Musikverein Wien mit Gustav Mahlers „Titan“ (1.10.) und im Wiener Konzerthaus mit der Uraufführung der Jazz-Komposition „And now the news in different languages“ von Christoph Cech (8.10.) – beide Konzerte werden live in Ö1 übertragen. Das ORF RSO Wien spielt im Oktober zwei Opern: Die Premiere von Benjamin Brittens „Peter Grimes“ (16.10.) – auch live in Ö1 – und „Der Waffenschmied“ von Albert Lortzing (21.10.). Außerdem stehen das Kammermusikkonzert der Orchesterakademie (22.10.) und das Eröffnungskonzert von „Wien Modern“ (30.10.) mit drei Uraufführungen – Andrea Sodomkas „Visuelle Komposition“, Thomas Wallys „Utopia I:
Seltsame Schleifen“ und Christian Ofenbauers „Das Satyrspiel 2019/20“ – auf dem Programm (live in Ö1).

Am Freitag, den 1. Oktober (19.30 Uhr) spielt das ORF RSO Wien unter Chefdirigentin Marin Alsop im Musikverein Wien. Zu hören sind die Ouvertüre zu „Julius Caesar“ von Hans Rott, die symphonische Dichtung nach Heinrich von Kleist „Penthesilea“ von Hugo Wolf und Gustav Mahlers „Titan“, eine Tondichtung in Symphonieform in zwei Teilen und fünf Sätzen. Das Konzert wird live in Ö1 übertragen.

Am Freitag, den 8. Oktober (19.30 Uhr) tritt das ORF RSO Wien unter Chefdirigentin Marin Alsop im Wiener Konzerthaus auf. Auf dem Programm steht Leonard Bernsteins dritte Symphonie, die nach dem jüdischen Gebet „Kaddisch“ benannt ist – mit Simone Schneider (Sopran), Maria Happel (Sprecherin) und dem Chor der Wiener Singakademie. Eröffnet wird das Konzert mit dem Preisträgerwerk des Kompositionswettbewerbes „Spheres of a Genius“, der vom „Jam Music Lab“ gemeinsam mit dem ORF RSO Wien ausgerichtet wird: Die Uraufführung der Jazz-Komposition „And now the news in different languages“ von Christoph Cech setzt sich mit dem Schaffen von Leonard Bernstein auseinander. Außerdem ist die österreichische Erstaufführung des zweiten Klavierkonzerts des Briten Thomas Adès zu hören. „In Seven Days“ zeichnet er die Schöpfungsgeschichte als Variationensatz nach: eine mitreißende Partitur mit dem isländischen Shootingstar Víkingur Ólafsson als Solisten. Das Konzert wird live in Ö1 übertragen.

Die Opern-Premiere „Peter Grimes“ von Benjamin Britten findet am Samstag, den 16. Oktober (19.00 Uhr) im Theater an der Wien statt. Das ORF RSO Wien spielt unter Dirigent Thomas Guggeis. Der Fischer Peter Grimes ist in seinem Dorf ein Außenseiter und wird verdächtigt, seine Lehrbuben zu quälen. Da einer unter ungeklärten Umständen zu Tode gekommen ist, gibt es eine Untersuchung, aber man kann Grimes nichts nachweisen. Nur die Lehrerin Ellen Orford hält zu dem sonderbaren Fischer und wäre sogar bereit, ihn zu heiraten, damit das Gerede verstummt. Obwohl man ihm davon abgeraten hat, nimmt Grimes wieder einen Jungen aus dem Waisenhaus als Lehrling bei sich auf. Die Dorfgemeinschaft beobachtet die beiden misstrauisch, erneut entsteht Verdacht. Die Überwachung durch das Dorf quält den Fischer, er träumt von Frieden. Ellen will helfen, aber Grimes verbittet sich ihre Einmischung und gerät mit ihr in Streit. Als er befürchten muss, dass die Dorfbewohner ihn lynchen, kommt es erneut zu einem Unfall, der Junge stürzt die Klippen herunter. Nun wird Grimes erst recht gejagt. Ellen und der ehemalige Kapitän Balstrode wollen ihn vor der wütenden Meute bewahren, aber er ist verwirrt und hört sie nicht. Verzweifelt erkennt er, dass er nie so leben können wird, wie er muss und will. Schließlich gibt Balstrode Grimes den Rat, er soll auf das Meer hinausfahren und sich dort versenken. Als man im Dorf hört, ein Boot sei gesunken, geht das Leben endlich ungestört weiter. In der Inszenierung von Christof Loy singen Eric Cutler (Peter Grimes), Gieorgij Puchalski (sein Gehilfe John), Agneta Eichenholz (Lehrerin Ellen Orford), Andrew Foster-Williams (ehemaliger Kapitän Balstrode), Hanna Schwarz (Kneipenwirtin Auntie), Miriam Kutrowatz (ihre Nichte Valentina Petraeva) und der Arnold Schönberg Chor. Die Opern-Premiere am 16.10. wird live in Ö1 übertragen. Weitere Aufführungstermine sind am Montag, den 18.10., Mittwoch, den 20.10., Samstag, den 23.10. und Montag, den 25.10. jeweils um 19.00 Uhr.

Am Donnerstag, den 21. Oktober (19.00 Uhr) wird im Theater an der Wien Albert Lortzings Oper „Der Waffenschmied“ – anlässlich des 175. Jubiläums der Uraufführung im Theater an der Wien am 30.5.1846 – aufgeführt. Häufiges Problem in Komödien aus alter Zeit ist, dass höhergestellte Figuren die niedriger gestellten nicht heiraten sollen, weil letztere nicht würdig sind – hier ist es umgekehrt: Im biedermeierlich erträumten Worms des 16. Jahrhunderts triumphiert die bürgerliche Lebensweise über die adlige. Graf Liebenau hat sich in Marie, die Tochter des Waffenschmieds Stadinger verliebt. Aber er muss fürchten, abgewiesen zu werden, denn der stolze Bürger Stadinger verachtet Adlige insgesamt als verkommen. Daher verkleidet sich Liebenau als Schmiedegeselle und versucht so Maries Liebe zu erringen. Infiziert vom bürgerlichen Ideal der wahren Liebe will er außerdem um seiner selbst geliebt werden. So macht er sich gleichzeitig auch als Graf an Marie heran, um zu sehen, was ihr mehr imponiert, der einfache Geselle oder der vermögende Schlossbesitzer. Absurde Situationen sind vorprogrammiert. Es singen Günther Groissböck (Waffenschmied Hans Stadinger), Miriam Kutrowatz (seine Tochter Marie), Sebastià Peris (Ritter Graf von Liebenau), Andrew Morstein (sein Knappe Georg), Ivan Zinoviev (Ritter Adelhof aus Schwaben), Juliette Mars (Maries Erzieherin Irmentraut) und der Arnold Schönberg Chor. Leo Hussain dirigiert das ORF RSO Wien.

Das Kammermusikkonzert der Orchesterakademie findet am Freitag, den 22. Oktober (19.30 Uhr) im ORF RadioKulturhaus statt. Die Orchesterakademie des ORF RSO Wien bietet besonders begabten jungen Musiker/innen seit 1997 die Möglichkeit, im RSO mitzuwirken. Die jungen Orchestermusiker/innen erweitern in der täglichen Probenarbeit und bei zahlreichen Konzerten ihr Repertoire an zeitgenössischer Musik und werden mit traditionellen Spielweisen aber auch außergewöhnlichen Spieltechniken bekannt gemacht. Die Akademist/innen haben für dieses Konzert zeitgenössische Stücke gewählt, bei denen möglichst alle mitwirken können und bringen neben zwei Quintetten auch drei Oktette zur Aufführung. Auf dem Programm stehen Felix Mendelssohn Bartholdys „Oktett für Streicher“, Antonín Dvořáks „Streichquintett“ für zwei Violinen, Viola, Cello und Kontrabass, Max Richters „On the Nature of Daylight“, Paul Hindemiths „Ouvertüre zum Fliegenden Holländer“ und Dmitri Schostakowitschs „Zwei Stücke für Streichoktett“. Es spielen I-Ping Cheng (Violine), Denis Bernier Martin (Violine), Angela Lasota de Andres (Violine), Aliona Komarovskaia (Viola), Andela Radunović (Viola), Katharina Steininger (Violoncello), Octavian Constantin Maxim (Kontrabass) und Anna-Maria Volderauer (Kontrabass). Weitere Orchesterakademiekonzerte finden am 15. November 2021, 27. Jänner 2022, 1. März 2022, 6. Mai 2022 und 9. Juni 2022 statt.

Am Samstag, den 30. Oktober (19.30 Uhr) spielt das ORF RSO Wien im Wiener Konzerthaus unter Chefdirigentin Marin Alsop das „Wien Modern“-Eröffnungskonzert. Neben Milica Djordjevics „Sky Limited“ stehen an diesem Abend gleich drei Uraufführungen auf dem Programm:
Andrea Sodomkas „Visuelle Komposition“ und zwei Auftragswerke von ORF RSO Wien und „Wien Modern“: Thomas Wallys „Utopia I: Seltsame Schleifen“ für Trompete und Orchester – gemeinsam mit Selina Ott – und Christian Ofenbauers „Das Satyrspiel 2019/20“. Das Konzert wird live in Ö1 übertragen. Details zum Konzertprogramm des ORF RSO Wien sind abrufbar unter https://rso.orf.at/.

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