Tag des Schutzlosen Denkmals: Richter-Schule in Wien in Warteschleife - Aktionsgruppe 'Bauten in Not' fordert Erhalt der Architekturikone

Die Zukunft der Doppelhauptschule von Helmut Richter am Kinkplatz in Penzing bleibt unentschieden. Das rare Beispiel österreichischer High-Tech-Architektur ist ernsthaft gefährdet.

Wien (OTS) - Die Doppelhauptschule von Helmut Richter wurde 1994 mit hohem architektonischen Anspruch erbaut und als bedeutendste Leistung des „Wiener Schulbauprogramms 2000“ gefeiert. Seit Jahren steht dieses bedeutendste Beispiel der High-Tech-Architektur in Österreich, ein Raumkunstwerk ersten Ranges, leer und verfällt zusehend. 2014 machte eine erste, internationale Petition auf den Wert sowie die Vernachlässigung von Richters Hauptwerk aufmerksam. Ein Ringen um die Erhaltung und die Weiternutzung des Gebäudes am Kinkplatz 21 folgte. Sie fand in Demo Lectures vor Ort, einem Workshop mit Fachleuten an der TU Wien und der Einreichung einer Petition zur angemessenen Erhaltung und der adäquaten Nutzung des Gebäudes 2019 einen öffentlichen Höhepunkt. Das Bundesdenkmalamt (BDA) prüft seit 2017 eine Unterschutzstellung, die nun 2021 eindeutig mittels Gutachten positiv beantwortet wurde; die Stadt Wien erhielt bereits im Frühjahr per Vorankündigung davon Kenntnis. Fraglich ist jetzt die Haltung der Stadt Wien zu dieser Unterschutzstellungsabsicht. Ebenso verzögert sich das Ergebnis des Wiener Petitionsausschusses zur Petition „Für die respektvolle Erhaltung und adäquate Nutzung der Helmut Richter-Schule“, die die Aktionsgruppe 'Bauten in Not’ bereits 2019 eingebracht hat; sie wurde bereits zum 4. Mal vertagt! Auf Anfrage beim Bürgermeister teilt die Magistratsdirektion mit, dass das Interesse am Erhalt des Gebäudes außer Frage steht und die Zusammenarbeit mit dem BDA von Respekt und Wertschätzung getragen ist. Jedoch die Bilder vor Ort sprechen eine andere Sprache.

Aktionsgruppe Bauten in Not: "Stopp der schleichenden Zerstörung"

Die Aktionsgruppe 'Bauten in Not' fordert eine nachhaltige Sicherung, die Denkmal-Unterschutzstellung sowie ernsthafte Konzepte der Nachnutzung des öffentlichen Besitzes. Ebenso wird die Stadt Wien aufgefordert, mit Kaufinteressenten, die an einer denkmalgerechten Erhaltung des Gebäudes interessiert sind, in ernsthafte Verhandlungen zu treten. Zumindest 3 Anregungen dazu liegen am Tisch. Sie müssen nur ergriffen werden. Detailliertere Infos zur Richter-Schule auf der Website www.bauten-in-not.at.

Rückfragen & Kontakt:

Aktionsgruppe "Bauten in Not" Mag.Arch. Andreas Vass, 0664/205 15 42; DI Johannes Zeininger, 0676/536 10 77; www.bauten-in-not.at

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