Österreichische Unis weisen Bericht über „Totalschließung“ vehement zurück

OECD-Report für uniko-Präsidentin Seidler nicht nachvollziehbar

Wien (OTS) - Sabine Seidler, Präsidentin der Österreichischen Universitätenkonferenz, weist die jüngsten Ergebnisse eines OECD-Berichts, wonach Österreichs Universitäten im internationalen Vergleich überdurchschnittlich lange geschlossen waren, als „absolute Fehlinformation“ zurück. Die Universitäten seien zu keinem Zeitpunkt komplett geschlossen gewesen: „Natürlich wurde an den Universitäten auch während der Pandemie weitergeforscht und gelehrt – wenn auch unter schwierigen Rahmenbedingungen. Viele Formate wie Labors, Kunstunterricht, kleinere Lehrveranstaltungen sowie Prüfungen fanden während der gesamten Zeit vor Ort statt. An manchen Unis wurde sogar bis zu 90% der Lehre in Präsenz abgehalten. Wo das nicht möglich war, hat Lehre im Distanzmodus stattgefunden. Die Legende von der geschlossenen Universität stimmt einfach nicht“, betont Seidler.

Wie die OECD in ihrem Bericht "The State of School Education" zu solchen Schlussfolgerungen kommt, sei ihr rätselhaft. Die Unis selbst kommen zu einem weitaus positiveren Ergebnis: So ist die Prüfungsaktivität seit Ausbruch der Pandemie stark gestiegen. Allein zwischen Ende Mai 2020 und Ende Mai 2021 war ein Zuwachs von 12,5% zu verzeichnen. Ähnlich verhält es sich mit den Studienabschlüssen: Sie sind im Studienjahr 2019/20 um +3,5% gestiegen und liegen mit 36.439 Abschlüssen auf dem zweithöchsten Niveau seit Beginn der Aufzeichnungen. „Das zeigt, dass sowohl Lehrende als auch Studierende mit den Herausforderungen hervorragend umgegangen sind – und das stimmt mich auch für das nächste Semester mit größtmöglicher Präsenz an den Unis optimistisch“, so die uniko-Präsidentin.

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