Schächtskandal in NÖ! Auch ein Skandal fehlender Kontrolle!

Hunderte Tiere betäubungslos getötet - Behörde versagt! Vereine erstatten Anzeige! --> Vorabinfos zur großen Veröffentlichung <--

Wien/St. Pölten (OTS) - Undercover Aufnahmen aus österreichischen Schlachthöfen zeigen hunderte massive Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Die Kontrollbehörden versagen.

Das Videomaterial, das dem Tierschutzverein RespekTiere und dem Verein gegen Tierfabriken (VGT) zugespielt wurde, "ist kaum auszuhalten und lässt einem das Blut in den Adern gefrieren", sagt Thomas Putzgruber vom Verein RespekTiere, der Verfehlungen nach dem Tierschutzgesetz aus seiner Erfahrung kennt wie kaum ein anderer. Was auf den aktuellen Aufnahmen aus heimischen Schlachthöfen zu sehen ist, ist die "reine Hölle": hunderte (!) grausamste Tötungen, vollkommen ohne Betäubung, ohne die vorgeschriebenen Kontrollen der zuständigen Behörden! Es wurde umgehend Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet und die Kontrolle durch die Tierkörperverwertung veranlasst.

Jeder Schlachtung eines Tieres in Österreich muss eine Betäubung vorangehen, mit einer Ausnahme: bei rituellen Schlachtungen aufgrund zwingender religiöser Gebote darf die Betäubung "unmittelbar" nach dem Schnitt erfolgen, unter der unbedingten Anwesenheit eines amtlichen Tierarztes. Dieses Gesetz wurde nun in zumindest einem österreichischen Betrieb hundertfach gebrochen. Hunderte Tiere wurden gänzlich ohne Betäubung getötet. Die behördlichen Kontrollen haben total versagt.

"Wir Vereine und auch viele Stimmen aus der Bevölkerung haben auf mögliche Missstände immer wieder hingewiesen, was die zuständigen Politiker und Kontrollbehörden aber nicht wachrütteln konnte", sagt Thomas Putzgruber vom Verein RespekTiere, "bereits 2018 haben wir bei einem der nun im Fokus stehenden Betriebe die Tierhaltung angezeigt", hunderte Schafe standen damals in der prallen Sonne und und wurden mangelhaft mit Wasser versorgt.

Was schon länger vermutet wurde ist nun schwarz auf weiß zu sehen: die gesetzlichen Vorschriften wurden en gros nicht erfüllt und auch nicht kontrolliert. Auch seitens des für Tierschutz zuständigen Landesrats Gottfried Waldhäusl gab es offensichtlich keine Arbeit an einer konstruktiven Lösung der Problematik. "Nun steht man vor dem Scherbenhaufen einer verfehlten Kontrollpolitik seitens des Landes Niederösterreich. Tiere werden hundertfach ohne Betäubung getötet - und die Behörde tut nichts dagegen", so Putzgruber.

RespekTiere und VGT werden am kommenden Dienstag alle Details zu diesem Fall sowie das umfassende Videomaterial veröffentlichen, auf dem die illegal ausgeführten Schächtungen und das Leiden der Tiere zu sehen sind. "Die unzureichenden oder nicht erfolgten Kontrollen der Behörden zeigen einmal mehr, wie viel Arbeit es für uns Tierschutzvereine gibt und wie dringend uns die Behörden zur Unterstützung benötigen", schließt Putzgruber.

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Verein RespekTiere
Thomas Putzgruber
0676 784 08 41
info@respektiere.at
www.respektiere.at

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