Global Witness Bericht: Lieferkettengesetz als wirksames Mittel gegen Menschenrechtsverbrechen und Naturzerstörung

Die Kampagne „Menschenrechte brauchen Gesetze!“ fordert ein Lieferkettengesetz, um Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden in globalen Lieferketten zu verhindern

Wien (OTS) - Der neue Bericht der NGO Global Witness zeigt auf, dass im Vorjahr 227 Menschen ermordet wurden, weil sie sich für die Umwelt einsetzten. Somit wurden im Jahr 2020 so viele Umwelt- und LandrechtsaktivistInnen getötet, wie noch nie zuvor. „Der Bericht macht deutlich, wie dringend es ein Lieferkettengesetz in Österreich und in der EU braucht, damit Menschenrechte entlang von globalen Lieferketten geschützt werden. Die EU-Kommission darf nicht länger zuschauen, wie pro Woche vier UmweltschützerInnen ermordet werden, sondern muss, wie angekündigt Ende Oktober endlich einen Vorschlag für ein EU-Lieferkettengesetz vorlegen“, fordert Bettina Rosenberger, Koordinatorin der Kampagne „Menschenrechte brauchen Gesetze!“. Die Kampagne wird von einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis aus NGOs und ArbeitnehmerInnenvertretungen getragen und fordert die Regierung mittels einer Petition zum Handeln auf.

Allein in Kolumbien starben im Vorjahr 65 Menschen. 70 Prozent der Ermordungen fanden in Lateinamerika statt. Eine Vielzahl der Fälle ist mit dem Bergbau, der Abholzung von Wäldern und der Agrarindustrie verwoben. Auch auf UN-Ebene gibt es dringenden Handlungsbedarf. Ende Oktober wird die 7. Verhandlungsrunde zum UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten stattfinden. Dieses wäre ein wirkungsvolles Instrument, um Menschenrechtsverletzungen sowie Umweltschäden entlang globaler Lieferketten zu verhindern und würde sicherstellen, dass Unternehmen überall für ihre Aktivitäten Verantwortung übernehmen müssen. „Es ist Zeit, dass sich Österreich bei den Verhandlungen endlich klar für Menschenrechte und Umweltschutz positioniert“, appelliert Rosenberger abschließend.

Petition: www.menschenrechtebrauchengesetze.at

Bericht zum Download: https://www.ots.at/redirect/globalwitness

Rückfragen & Kontakt:

Bettina Rosenberger
Kampagnenkoordinatorin
„Menschenrechte brauchen Gesetze!“
+43 660 8835409, bettina.rosenberger@nesove.at
c/o Netzwerk Soziale Verantwortung

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