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Offener Brief als Petition mit hochrangigen UnterstützerInnen

Beihilfe zum Suizid erlaubt? Aber wo bleibt die Beihilfe zum Leben?

Wien (OTS) - Besorgte Bürger_innen wenden sich an die Bundesregierung und an das Österreichische Parlament.

Der VfGH hat in seinem Erkenntnis vom 11.12.2020 die in § 78 StGB enthaltene Wortfolge „oder ihm dazu Hilfe leistet,“ als verfassungswidrig aufgehoben und festgestellt, dass das
ausnahmslose Verbot jeglicher Art der Hilfe zur Selbsttötung verfassungswidrig sei. Dies tritt mit Ablauf des 31.12.2021 in Kraft. Bis dahin muss die Regierung eine verfassungskonforme
Lösung gefunden haben.


Einige besorgte Bürger und Bürgerinnen mit und ohne Behinderungen, wie Prof. Dr. Ernst Berger, Mag. Dorothea Brozek, Mag. Bernadette Feuerstein, Oswald Föllerer, Theresia Haidlmayr, Dr. Franz-Joseph Huainigg, Waltraud Klasnic, Dr. Arnold Mettnitzer, Mag. Marlies
Neumüller, Prof. Dr. iur. Rotraud A. Perner, B / MTh (evang), Prof. Dr. Elisabeth Pittermann, Elisabeth Pohl, Prof. Dr. Regina Polak, Dr. Michael Preitschopf, Dr. Michael Prüller, Jasna Puskaric, Elisabeth Rathgeb, Prof. Dr. Thomas Szekeres, Prof. Dr. Germain Weber, Prof. DDr. Paul Michael Zulehner sehen in der Straffreistellung des assistierten Suizides eine bedenkliche gesellschaftliche Entwicklung, da sie Menschen mit Behinderungen unter Druck setzen wird,
sich für ihr „am Leben bleiben wollen“ rechtfertigen zu müssen.

In einem offenen Brief artikulieren sie ihre Sorgen und Bedenken und fordern von den Mitgliedern der Bundesregierung sowie den Nationalrats- und Bundesratsabgeordneten des
österreichischen Parlaments, dass eine gesetzliche Bestimmung vorgelegt und verabschiedet wird, die diese angeführten Sorgen berücksichtigt. Sie sind der Überzeugung, dass das Recht
auf einen würdevollen Tod schon heute gut umsetzbar ist, wenn den Menschen ausreichend PalliativmedizinerInnen oder entsprechend ausgebildete Allgemeinmedizinerinnen und ospizpersonal zur Seite stehen.

Der gesamte offene Brief ist als Petition unter folgendem Link nachzulesen und kann durch eine Unterschrift unterstützt werden.

Rückfragen & Kontakt:

Franz Joseph Huainigg:
franz.huainigg@gmail.com
Tel.: 066488119399

Germain Weber
germain.weber@univie.ac.at
Tel.: 06643981370

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