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Saisonstart Theater Nestroyhof Hamakom

Start am 27.9. mit dem Stück „100 Songs“ von Roland Schimmelpfennig / Leitung des Theaters: Ingrid Lang

Wien (OTS) - Das Theater Nestroyhof Hamakom startet mit der österreichischen Erstaufführung von „100 Songs“ von Roland Schimmelpfennig am 27. September 2021 in die neue Saison. Ingrid Lang führt Regie des 2018 entstandenen Stücks über Terror, in dem eine Gruppe von Menschen, die nichts miteinander zu tun haben, angesichts einer Katastrophe schlagartig zu einer Gemeinschaft werden.

Saisonschwerpunkt: Trauma

Das Thema Trauma zieht sich leitmotivisch durch die Saison 2021/2022, in der drei weitere Eigenproduktionen sowie zahlreiche Koproduktionen und Kooperationen geplant sind.

Auf die österreichische Erstaufführung von „100 Songs“ folgt von 5. bis 7. November 2021 eine Koproduktion mit dem Ilse-Aichinger-Haus anlässlich des 100. Geburtstages der österreichischen Schriftstellerin. An der Schnittstelle der Geschichte des Theater Nestroyhof Hamakom sowie dem Leben und Werk Ilse Aichingers wird ein Konzept zu einem würdigen Geburtstagsfest der Künstlerin erarbeitet.

Autor Ibrahim Amir und Musiker Clemens Wenger bringen in Kooperation mit dem Theater Nestroyhof Hamakom im November die Musiktheaterproduktion „One Way – Ein Trip im Train“ auf die Bühne.

Im Dezember verwandelt sich das Theater Nestroyhof Hamakom erneut in Sam’s Bar, in der neben Konzerten die Eigenproduktion „Das Höschen der Baroness“ – eine Beschäftigung mit erotischen Zoten der Jahrhundertwende, die teils im Nestroyhof Hamakom gespielt wurden und dem Feminismus in Wien in Form einer kleinen Revue – nach einer Idee von Ingrid Lang in der Inszenierung von Paul Spittler uraufgeführt wird.

Ab Mitte Januar 2022 zeigt das Hamakom das aufgrund der Covid-19 Pandemie bereits mehrfach verschobene Stück „Herbst der Untertanen“ der Autorin Nino Haratischwili in der Regie von Michael Gruner. Die aus selbem Grund vertagte Kooperation „Dialogue de survie“ von Elise Hofner und Samuel Machto in französischer Sprache kommt im Februar zur Aufführung.

Im März 2022 spielt Schauspielerin Andrea Eckert in Kooperation mit dem Theater das Solo „Rose“ von Martin Sherman, über eine Holocaust-Überlebende, die für ein von ihrem Sohn ermordetes, palästinensisches Mädchen Schiwa sitzt. Regie führt Ruth Brauer-Kvam.

Zum Abschluss der Saison kreiert Theatermacher David Maayan im Auftrag des Theater Nestroyhof Hamakom einen Theaterabend, der sich mit den Nachfolgegenerationen von Opfern und Täter:innen der Shoah und den blinden Flecken der Verdrängung auseinandersetzt.

Ab Mitte Mai 2022 sind auch die Wiener Festwochen wieder zu Gast.

Ingrid Lang ist Gesamtleiterin

Von der Spielzeit 2017/2018 bis März 2020 war Ingrid Lang Teil des künstlerischen Leitungsteams des Theater Nestroyhof Hamakom. Mit März 2020, nach Ausbruch der COVID-19-Pandemie, übernahm sie die Gesamtleitung des Theaters, nachdem sich Frederic Lion aufgrund einer Erkrankung aus dem Theater zurückziehen musste. In der vergangenen Saison inszenierte sie die erfolgreiche Produktion „Ich bin der Wind“ von Jon Fosse mit Anne Bennent und Jakob Schneider. Die von Patrick Rothkegel konzipierte Produktion „Alles ist. Hin?“ im Rahmen von Sam’s Bar über den lieben Augustin wurde mit der Unterstützung von Filmemacher Hannes Starz und Kamerafrau Marianne Andrea Borowiec als Film umgesetzt, die Konzerte wurden gestreamt.

Michael Gruners Inszenierung von „Herbst der Untertanen“ (Nino Haratischwili) wurde aufgrund der Pandemie als filmisches Making-Of präsentiert und wird in dieser Saison live auf die Bühne kommen.

„Mit dem Theater Nestroyhof Hamakom existiert in der jüdisch geprägten Wiener Leopoldstadt ein geschichtsträchtiger Ort, an dem wir unsere Zuschauer:innen seit der Gründung des Theaters durch Frederic Lion zur Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart einladen. Das Hamakom soll ein Ort für junges und älteres Publikum, für Menschen jeglicher Herkunft und Konfession und jedweden Geschlechts sein. Ein Theater für alle die Lust haben, genauer hinzusehen. Ein Ort des Diskurses und der Vielfalt und ein Ort, Erinnerung zu bewahren und Verdrängtes für Gegenwart und Zukunft mit der Kraft des Theaters sichtbar zu machen.“ (Ingrid Lang)

Pressematerial inklusive Fotomaterial: http://presse.artphalanx.at/theater-nestroyhof-hamakom/

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Catharina Cramer, Susanne Haider
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