• 07.09.2021, 14:39:50
  • /
  • OTS0137

Kaineder: „Bio oder Gift“: Ja, reden wir über die Zukunft der Landwirtschaft – es ist höchste Zeit

Durchschaubare Aktion des Bauernbundes - Plakat richtet sich gegen die multinationale Agrarindustrie und nicht gegen die konventionelle heimische Landwirtschaft

Utl.: Durchschaubare Aktion des Bauernbundes - Plakat richtet sich
gegen die multinationale Agrarindustrie und nicht gegen die
konventionelle heimische Landwirtschaft =

Linz (OTS) - „Durchschaubarer geht es kaum. Wir haben es hier mit
einer konzertierten Kampagne des Bauernbundes zu tun, die es
mittlerweile bis ins Landwirtschaftsministerium geschafft hat. Jenes
Bauernbundes, der sich nun als empörte Schutzmacht der heimischen
BäuerInnen präsentiert, aber es nicht zustande bringt, die Lage der
vielen kleinen und mittleren Landwirtschaftsbetriebe im Land zu
verbessern. Fakt ist: Dieses Plakat richtet sich ganz klar gegen die
multinationale Agrarindustrie. Gegen deren Massenproduktion, die ohne
die enormen Mengen an Pestiziden gar nicht möglich wäre und die die
heimische Landwirtschaft mit Billigware so enorm unter Druck setzt.
Es richtet sich nicht gegen die konventionelle Landwirtschaft im
Land. Und vor allem richtet sich unser Plakat an die
KonsumentInnen. Denn sie sind es, die durch ihr Kaufverhalten die
regionale und biologische Landwirtschaft stärken können“, kommentiert
der Grüne Landessprecher und Spitzenkandidat für die LTW 21, LR
Stefan Kaineder die aktuelle Diskussion um die Grünen Wahlplakate
„Bio oder Gift“.

Kaineder wendet sich direkt an Landwirtschaftsministerin Köstinger
und OÖ. Landwirtschaftskammer-Präsidentin Michaela Langer Weninger:
„Sie kennen unser Wahlprogramm. Sie wissen, dass uns die heimische
Landwirtschaft jedweder Ausprägung wichtig ist. In diesem Sinne
sehen wir uns mehr denn je als Partner der heimischen BäuerInnen und
Bauern und nichts liegt uns ferner als eine Spaltung zwischen
konventioneller und biologischer Landwirtschaft. Aber es muss doch
allen klar sein, dass das bisherige Landwirtschaftssystem in die
Sackgasse führt und wir im Sinne unserer Bäuerinnen und Bauern
handeln müssen. Wenn unser Plakat dafür die Initialzündung ist, ist
das gut. Wir sind bereit über die Zukunft unserer Landwirtschaft zu
reden. Es ist längst Zeit dafür“, betont Kaineder.

Ebenfalls Fakt ist: Immer mehr Höfe geben auf oder stehen vor der
Schließung. Ganz einfach, weil unsere kleinstrukturierte
Landwirtschaft mit der Agrarindustrie nicht mithalten kann. Aber das
ist kein Naturgesetz, sondern das Ergebnis einer falschen
Agrarpolitik. Es ist auch das Ergebnis einer falschen Förderpolitik,
von der in erster Linie Großbetriebe profitieren. Und das Ergebnis
von folgenreichen Freihandelsabkommen. „Es ist einfach ein krankes
System, wenn wir Soja aus Brasilien importieren, um Schweine in
Österreich zu mästen, um sie dann nach China zu exportieren. Und es
ist ebenso krank, dass Obst und Gemüse aus riesigen Plantagen und
einer anonymen Agrarindustrie in Holland, Spanien und Südamerika die
Supermarktregale dominiert. In Obsterreich, das Obst und Gemüse im
Übermaß und bester Qualität hat“, betont Kaineder.

Um der Kampagne des Bauerbundes das Fundament zu entziehen, genügt
ein Blick in das Grüne Wahlprogramm. „Uns geht es einzig darum, die
Zukunft der heimischen Landwirtschaft zu sichern. Und diese liegt in
Regionalität und biologischem Anbau. Sie liegt in der Qualität und
nicht in der Masse. Unsere Bäuerinnen und Bauern brauchen einen
fairen Preis für die hohe Bio-Qualität und ihre Produkte müssen in
den Supermarkt-Regalen ganz nach vorne. Bio oder Gift – das Plakat
ist drastisch. Aber drastisch sind auch die Folgen einer
fehlgeleiteten Argarpolitik und einer pestizid-getränkten
großindustriellen Landwirtschaft. Dagegen stellen sich die Grünen –
und nur dagegen“, betont Kaineder.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GRO

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel