- 26.08.2021, 15:07:02
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Menschenrechte sind nicht verhandelbar!
Unabhängige GewerkschafterInnen und AUGE/UG fordern sofortiges Handeln der Politik! Solidarität mit den Menschen in Afghanistan!
Utl.: Unabhängige GewerkschafterInnen und AUGE/UG fordern sofortiges
Handeln der Politik! Solidarität mit den Menschen in
Afghanistan! =
Wien (OTS) - „Worauf wird gewartet? Wir lassen derzeit Menschen
bewusst im Stich, die sich unter permanentem Risiko für Leib, Leben
und Gesundheit für die Menschenrechte in den letzten Jahren in
Afghanistan eingesetzt haben. Da ist es wohl nicht zu viel verlangt,
alles nur erdenklich mögliche zu tun, um hier viele Leben und damit
auch universelle Werte zu retten, auf die wir uns so gern berufen“,
sagt Marion Polaschek, Vorsitzende der Unabhängigen
GewerkschafterInnen im ÖGB. Auch Interessensvertretungen, wie etwa
Gewerkschaften und Arbeiterkammer dürfen nicht schweigen! Es geht um
nichts weniger als um internationale Solidarität und die praktische
Anwendung von Menschenrechten. Rechte von deren Einhaltung gerade wir
gewerkschaftlich engagierte Menschen profitieren, weil sie das
Fundament sind, auf dem wir unsere Arbeit verrichten.
Vulnerable Gruppen jetzt evakuieren!
Aufgrund der Machtübernahme des islamistischen Regimes der Taliban in
Afghanistan droht vor allem den Frauen und Mädchen patriarchale
Unterdrückung und Gewalt. „Es ist das Gebot der Stunde vulnerablen
Gruppen, wie Frauen, Mädchen, Frauen- und
Menschenrechtsaktivist*innen sofort Schutz zu gewähren! Auch
Familienzuzug sollte schleunigst ermöglicht werden. Das ist nicht nur
unsere moralische Verantwortung, sondern auch unsere völkerrechtliche
Verpflichtung“, so Karin Stanger, Bundessprecherin der AUGE/UG –
Alternative Grüne und Unabhängigen Gewerkschafter*innen.
Menschenfeindliche Blockade beenden!
„Auf Kosten der Menschen in Afghanistan populistische Politik mit
Blick auf die nächste Wahl zu betreiben ist mehr als zynisch. Dabei
überbieten sich die Aussagen türkiser Regierungsvertreter*innen
täglich an Grausamkeit“, so Vera Koller, Landessprecherin der AUGE/UG
Wien. Während in Afghanistan Chaos herrscht und Menschen versuchen zu
flüchten, werden sie in Österreich, trotz Unmöglichkeit der
Abschiebung, weiterhin in Schubhaft genommen. Dies ist nicht nur
absolut unmenschlich, sondern zeigt die Ignoranz der Instanzen des
Rechts. Den Gipfel erreicht Außenminister Schallenberg, wenn er nach
dem Festhalten an Abschiebungen darauf verweist, dass für Afghanistan
seit Jahren die höchste Reisewarnstufe gilt.
„Menschrechte gelten gesamt, unteilbar und überall, also ist es
unsere Verpflichtung auch dafür zu sorgen, dass sie gewahrt bleiben,
das Recht auf Asyl aus Artikel 14, ist nicht verhandelbar!“
Daher unterstützen wir die breite Allianz aus NGOs und ihr
Vier-Punkte-Maßnahmenprogramm, das von zahlreichen
zivilgesellschaftlichen Organisationen wie Amnesty International,
Arbeiter Samariter Bund, asylkoordination österreich, Caritas,
Diakonie, SOS-Mitmensch, Volkshilfe und vielen mehr präsentiert
wurde.
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