• 24.08.2021, 10:53:15
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Neue Folgen „Pixel, Bytes + Film – Artist in Residence“ ab 4. September in ORF III

Sechste Staffel startet mit Kurzfilmprojekt „Mukbang“ von Susanna Flock in den Herbst

Utl.: Sechste Staffel startet mit Kurzfilmprojekt „Mukbang“ von
Susanna Flock in den Herbst =

Wien (OTS) - Anfang 2021 eröffneten die Künstlerinnen und Künstler
Flavia Mazzanti, Samuel Traber sowie Anna Lerchbaumer und Andreas
Zißler mit ihren innovativen Filmprojekten die sechste Staffel des
Förderprogramms „Pixel, Bytes + Film – Artist in Residence“ des
Bundesministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport
(BMKÖS) in Kooperation mit ORF III Kultur und Information. Nach einer
Sommerpause folgen von September bis Dezember sechs weitere
Kurzfilme, die samstags im Frühprogramm von ORF III ihre Premiere
feiern.

Den Auftakt macht Susanna Flock am Samstag, dem 4. September, um 8.45
Uhr mit einer ursprünglich aus Südkorea stammenden inszenierten
Internet-Ess-Show mit dem Titel „Mukbang“. In dieser verzehrt die
Protagonistin ausschließlich Gerichte, die aus Ei hergestellt wurden.
Gleichzeitig rückt Flock die zunehmende Einsamkeit trotz immer größer
werdender Digitalisierung und Vernetzung in den Fokus. Denn obwohl
die Protagonistin, gespielt von der Tänzerin und Performerin Marta
Navaridas, mit Tausenden Menschen digital vernetzt ist, ist sie
gefangen in ihrer digitalen Welt, ohne menschlicher Interaktion.
Direkt anschließend feiert eine weitere Video-Installation ihre
TV-Premiere: Das Wiener Künstler-Duo Gregor Ladenhauf und Leonhard
Lass stellt in ORF III sein neues Virtual-Reality-Projekt „The
Entropy Gardens“ (9.05 Uhr) einem breiten Publikum vor. Der Garten
als ursprünglichste Kunstform der Menschheit steht im Zentrum der
Arbeit. Die Künstler hinterfragen Mythen, Ästhetik und
Wahrnehmungsweisen der grünen Oasen, versuchen die Frage zu
beantworten, wie die Natur in einer post-digitalen Realität aussehen
könnte und wie sich aus dem Verschmelzen von digitalen und analogen
Elementen ein Garten anlegen lassen kann.

Die weiteren Ausgaben der sechsten Staffel im Überblick

Das Trio Ganael Dumreicher, Martin Eichler und Carla Veltman setzt am
Samstag, dem 2. Oktober, mit seinem Kurzfilm „Brut und Parasit“ (9.00
Uhr), der sich mit dem Waldsterben auseinandersetzt, die Staffel
fort. Denn als eine Konsequenz von Monokulturen und Klimawandel
zerstören Borkenkäfer unsere Wälder. Der Film folgt dabei den
Lebenszyklus eines Borkenkäfers von der Made in der Rinde bis zum
ausgewachsenen Käfer, der sich durch den Baumbestand frisst. Doch
irgendwann reicht dem Käfer der Wald nicht mehr und der Borkenkäfer
dringt in unsere Wohnungen ein. Anhand von 3D-Scans von Wäldern in
Nordtschechien und Österreich zeichnen die zwei Künstler und die
Künstlerin den Weg des Borkenkäfers in unseren Wäldern nach.

Gloria Gammers Projekt mit dem poetischen Titel „Wenn die Welt zu
Ende geht, werde ich dich geliebt haben“ präsentiert ORF III am
Samstag, dem 13. November, um 8.50 Uhr. Darin entflieht Avatar Andy,
nachdem die Erde untergegangen ist, in die digitale Welt. In diesem
postapokalyptischen Szenario bleibt nur mehr das digitale Wesen, das
versucht, menschliche Erfahrungen zu rekonstruieren. Und dabei
schmerzlich feststellen muss, dass ein Avatar nicht dieselben
Sinneseindrücke und Gefühlswelten erleben kann wie sein Pendant in
Fleisch und Blut.

Ebenfalls im November, am Samstag, dem 20., folgt die Premiere von
David Reitenbachs und David Uzochukwus „Civil Dusk“ (9.00 Uhr). Die
experimentelle Doku-Fiktion, die mit integrierten 3D-Scans arbeitet,
skizziert Uzochukwus Beziehung zu seinem nigerianischen Vater. Die
Vater-Figur im Film versucht verzweifelt, in Europa eine neue Heimat
zu finden und die alte hinter sich zu lassen. Doch es will nicht
gelingen. Der Vater wird immer abwesender, bis er schließlich zu Sand
wird und verschwindet.

Im Dezember (Sendetermin wird noch bekanntgegeben) steht mit Ursula
Mayers „the soul at work“ die finale Folge der sechsten Staffel auf
dem Programm. Darin beschäftigt sich die Künstlerin mit der
zunehmenden Digitalisierung durch Robotik und künstliche
Intelligenzen. Dargestellt wird das durch die Interaktion zwischen
einer Frau, gespielt vom niederländischen Transgender-Model Valentijn
de Hingh, und ihrem digitalen Double. Durch den weiblichen Avatar
wird zudem ein feministischer Diskurs im digitalen Kontext
angestoßen.

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