- 18.08.2021, 10:40:15
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Landau an Regierung: Humanitäre Aufnahmeprogramme wieder aufnehmen
Caritas-Präsident vor EU-Innenministertreffen zu Afghanistan: "Rasche Hilfe vor Ort und in den Nachbarstaaten sowie Aufnahme besonders schutzbedürftige Flüchtlinge notwendig"
Utl.: Caritas-Präsident vor EU-Innenministertreffen zu Afghanistan:
"Rasche Hilfe vor Ort und in den Nachbarstaaten sowie Aufnahme
besonders schutzbedürftige Flüchtlinge notwendig" =
Wien (KAP) - Caritas-Präsident Michael Landau hat am Mittwoch an die
österreichische Bundesregierung appelliert, rasch ein humanitäres
Aufnahmeprogramm für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge aus
Afghanistan zu starten. Das sei im Prinzip nichts Neues. Landau
erinnerte daran, dass sich solche Aufnahmeprogramme schon unter der
früheren Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (VP) bewährt hätten und
selbst im blau-türkisen Regierungsprogramm noch vorgesehen waren.
Notwendig sei freilich auch die rasche Hilfe vor Ort, so Landau
weiter. Er äußerte sich auf seinem Facebook-Account anlässlich des am
Mittwochnachmittag online tagenden Sonderrats der EU-Innenminister zu
Afghanistan.
Wörtlich hielt der Caritas-Präsident fest: "Beides ist nötig: Die
rasche, wirksame Hilfe vor Ort, insbesondere in den Nachbarländern,
die heute schon gefordert sind. Hier ist die Caritas auch engagiert.
Aber ebenso die Aufnahme besonders verletzlicher und
schutzbedürftiger Menschen in Österreich und in Europa, wie das auch
in der Vergangenheit immer wieder der Fall war." Es wäre falsch, das
eine gegen das andere auszuspielen, so Landau: "Österreich hat da in
der Vergangenheit Beachtliches geleistet, das sollten wir uns von
niemandem kleinreden lassen."
Er teile die Einschätzung des Wiener geschäftsführenden
Caritasdirektors Klaus Schwertner, wonach es um nichts weniger gehe
"als um die Frage, auf welcher Seite der Geschichte Europa stehen
möchte: An der Seite jener, die es kaltlässt, wenn Menschen
verzweifelt versuchen, Flugzeuge zu besteigen und im letzten Moment
vor dem Schreckensregime der Taliban zu flüchten. Oder auf der Seite
all jener, die jetzt helfen. Mit rascher Hilfe vor Ort. Und mit einer
Evakuierung all jener, die jetzt an Leib und Leben bedroht sind."
Österreich und Europa würden hier besondere Verantwortung tragen,
"besonders schutzbedürftige Menschen aufzunehmen und Schutz zu
bieten. Mit legalen Wegen, mit Luftbrücken und mit humanitären
Aufnahmeprogrammen."
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