Fridays For Future zum IPCC-Bericht: Schockierende Fakten sind eindringlicher Appell an die Politik!

Wien (OTS) - Der heute erschienene Klimabericht des Weltklimarats stellt klar, dass sofortiges umfassendes Handeln in der Klimakrise dringend notwendig ist. Ein Weiter-wie-Bisher in der Klimapolitik und wir werden den Kollaps des heutigen Klimasystems nicht mehr verhindern können, schreiben die weltweit besten Klimawissenschaftler*innen.

Schülerin und FFF-Aktivistin Ida Ploner fasst zusammen: “Als Jugendliche macht mir der neue Bericht große Angst. Er prophezeit eine Zukunft, vor der man sich fürchten muss. Und trotzdem bleibt die Politik untätig. Mir wird immer klarer, dass wir noch viel lauter und wütender die Untätigkeit der Politik aufzeigen müssen, damit Österreich endlich auf Klimakurs kommt.”

“Wenn eine einzelne Studie den Weltuntergang an die Wand malt, sollte man das mit Vorsicht genießen. Wenn aber tausende der besten Studien weltweit vor dramatischen Folgen der Klimakrise warnen, spätestens dann müssen unsere Alarmglocken läuten”, führt sie fort.

Extremwetterereignisse nehmen dramatisch zu

Dr. Daniel Huppmann, Forscher am IIASA in Laxenburg und einer der Autoren des 2018 erschienen IPCC-Berichts zur 1.5°C- Erderwärmung, führt an: “Das Neue im aktuellen Bericht ist die Analyse zu Extremwetterereignissen. Wir sollten uns von den Worten Jahrhundert-Hochwasser und Jahrhundert-Waldbrände verabschieden, denn der heute veröffentlichte Bericht des IPCC zeigt klar: wir befinden uns bereits mitten in einem Jahrhundert der Extremwetterereignisse. Diese Ereignisse hängen direkt mit dem Klimawandel zusammen und werden in den nächsten Jahren weltweit zunehmen – auch hier in Österreich.”

Ida Ploner sagt: “Wir dürfen die Warnungen der Wissenschaft nicht weiterhin ignorieren. Was in der Klimakrise passiert ist so, als würde die Politik in der Covid-19-Pandemie jegliche Empfehlungen der Wissenschaft missachten. Seit über 200 Tagen fehlt ein nationales Klimaschutzgesetz, eine Liste mit allen klimaschädlichen Subventionen hätte längst vorliegen müssen und es werden weiterhin Autobahnprojekte vorangetrieben, die vor dem Pariser Klimaabkommen geplant wurden - all das steht im Widerspruch.”

IPCC-Bericht war Auslöser für die FFF-Bewegung

Es war der IPCC-Sonderbericht zur 1.5°C-Erderwärmung von 2018, der Jugendliche auf der ganzen Welt dazu bewegte, unter dem Namen Fridays for Future die Schule zu streiken. Der heute erschienene Bericht zeigt, die Lage hat sich abermals zugespitzt. Daher werden am 24. September auch in Österreich wieder tausende Menschen für eine lebenswerte Zukunft auf die Straßen gehen und von den Verantwortlichen mutige Klimapolitik einfordern, bevor es zu spät ist.

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