- 05.08.2021, 06:00:01
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Wrabetz auf oe24.TV: Weißmann erfüllt Ausschreibungskriterien nicht
„Wenn er gewählt würde, kann es schon sein, dass seine Qualifikationen für diese ORF-Ausschreibung geringer wären, als die von Thomas Schmid für die ÖBAG“
Utl.: „Wenn er gewählt würde, kann es schon sein, dass seine
Qualifikationen für diese ORF-Ausschreibung geringer wären,
als die von Thomas Schmid für die ÖBAG“ =
Wien (OTS) - Im Interview auf oe24.TV (Ausstrahlung am
Mittwochabend bei FELLNER! LIVE) stellt ORF-Generaldirektor Alexander
Wrabetz die Qualifikation seines schärfsten Gegenkandidaten Roland
Weißmann massiv in Frage. Laut Wrabetz würde Weissmann die
Ausschreibungs-Kriterien nicht erfüllen. Auf die Frage, ob Roland
Weißmann der Thomas Schmid (ehemaliger ÖBAG-Chef, Anm.) des ORF sei,
antwortet Wrabetz: „Beim Thomas Schmid hat ja die Ausschreibung und
sein Qualifikationsprofil zusammengepasst. Jetzt kann man sagen, wie
ist die Ausschreibung zustande gekommen. Aber bei der
ORF-Ausschreibung, so wie sie formuliert ist, da ist es ja klar, dass
zum Beispiel die ausgewiesene Erfahrung in der Unternehmensführung,
Roland Weißmann, der ein ordentlicher Abteilungsleiter ist, bisher
nicht hatte. Insofern kann es schon sein, dass wenn er gewählt würde,
seine Qualifikationen für diese ORF-Ausschreibung geringer wären als
diese von Thomas Schmid für die ÖBAG.“
Weißmann sei laut Wrabetz der „Kandidat von Gerald Fleischmann“.
Wrabetz ortet im oe24.TV-Interview einen Zusammenhang zwischen der
kritischen ORF-Berichterstattung in den letzten Monaten und dem
Versuch, ihn jetzt abzulösen: "An der Information gab es von Seiten
der Türkisen gerade im vergangenen Jahr wenig Kritik. Und da schien
alles sehr gut. Dann kamen ÖBAG-Chats und U-Ausschuss-Diskussion und
da haben wir im ORF auch darüber berichtet und dann gab es die
Enttäuschung, dass es bei uns unabhängigen Journalismus gibt.“
Wrabetz weiter: „Ich glaube, dass das ein wesentlicher Punkt war.
Weil an der sachlichen Arbeit hat es ja keine Kritik gegeben. Ich
glaube schon, dass man gesagt hat, in den Monaten, die kommen und die
vielleicht auch nicht einfach werden, will man einen engeren Zugriff
(…) In den letzten Wochen und Monaten hat es schon verstärkte
Erwartungshaltungen und Interventionsversuche gegeben.“
Wrabetz auf oe24.TV: „Es wäre doch ein deutliches Signal, dass es
nach den Angriffen auf die Justiz jetzt auch auf die Medien einen
stärkeren Druck gibt. Es hat noch nie einen Mann wie den
Medienbeauftragten im Kanzleramt gegeben, der über alles was beim ORF
passiert, entscheiden kann. Das ist schon eine besondere
Machtzusammenballung, die es so in keinem anderen europäischen Land
gibt.“
Wrabetz spricht sich daher auch für eine geheime Abstimmung im
Stiftungsrat aus: "Da auch viel Druck ausgeübt wird, wäre es besser,
zu einer geheimen Abstimmung zurückzukehren.“
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