Salzburger Festspiele im ORF: „Don Giovanni“ des Dreamteams Castellucci-Currentzis am 7. August live-zeitversetzt in ORF 2

Mit u. a. Davide Luciano, Nadezhda Pavlova, Vito Priante, Federica Lombardi und Anna Lucia Richter

Wien (OTS) - Bereits zum 100-Jahr-Jubiläum 2020 hätte Romeo Castelluccis Neuinszenierung von Mozarts Opernklassiker „Don Giovanni“ mit Klassikrebell Teodor Currentzis am Pult seines Orchesters musicAeterna ihre Premiere bei den Salzburger Festspielen feiern sollen, doch pandemiebedingt entschied sich die Festivalleitung vergangenen Sommer stattdessen für eine andere Mozart-Oper: die gekürzte Fassung von „Così fan tutte“, die der ORF seinem Publikum in ORF 2 präsentierte.
2021 durfte nun das Dreamteam Castellucci-Currentzis seine tiefschürfende Werksicht zu „Don Giovanni“ endlich auf der Großen Festspielbühne realisieren und damit die Eröffnungsoper des diesjährigen Festivals beisteuern. Der ORF ist wieder mit dabei und überträgt die beeindruckende Produktion am Samstag, dem 7. August, live-zeitversetzt um 22.05 Uhr in ORF 2 (zeitgleich auch via Klassikplattform www.myfidelio.at). Es singen und spielen u. a. Davide Luciano, Nadezhda Pavlova, Vito Priante, Federica Lombardi und Anna Lucia Richter sowie der musicAeterna Chor. Die TV-Übertragung in der Bildregie von Henning Kasten ist eine Zusammenarbeit von ORF und ARTE und so führen mit Teresa Vogl (ORF) und Annette Gerlach (ARTE) erstmalig zwei Moderatorinnen gemeinsam durch den Fernseh-Opernabend.

Sich Mozarts Meisterwerk „Don Giovanni“ anzunähern, bedeutet für Romeo Castellucci, der für Regie, Bühne, Kostüme und Licht verantwortlich zeichnet, sich der Mehrdeutigkeit und Komplexität sowie dem inneren Ungleichgewicht zu stellen, das Mozart und sein Librettist Lorenzo da Ponte dem Protagonisten der Oper verliehen haben. In der essenziellen Ambivalenz von Vitalität und Zerstörung sieht der italienische Tausendsassa seine eigene Faszination der Hauptfigur Don Giovanni und findet in ihr und ihrer Geschichte Züge der griechischen Tragödie. Trotzdem wird in seiner Inszenierung Don Ottavio zur wichtigsten Rolle, da sie das Realitätsprinzip verkörpert.

Nach der Lesart Castelluccis umgibt das gesamte Stück ein Mythos aus unendlich vielen Ebenen, was dem Interpreten ermöglicht ebenso viele Spielvarianten des Opernstoffes aufzuzeigen und Hintergründe sichtbar zu machen. Wie schon in seiner Salzburger „Salome“ stellt Romeo Castellucci deshalb auch seinem „Don Giovanni“ einen stummen Prolog voran.

Unter Teodor Currentzis‘ musikalischer Leitung singen und spielen u. a. Davide Luciano (Don Giovanni), Nadezhda Pavlova (Donna Anna), Vito Priante (Leporello), Federica Lombardi (Donna Elvira), Michael Spyres (Don Ottavio), Anna Lucia Richter (Zerlina) und David Steffens (Masetto). Chor und Orchester von musicAeterna begleiten das Sänger-Ensemble.

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