• 28.07.2021, 10:21:28
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  • OTS0051

ÖAMTC: CO2-Emissionen neu zugelassener Pkw um 15 Prozent gesunken

EU-weit zweithöchster E-Neuwagenanteil in Österreich

Utl.: EU-weit zweithöchster E-Neuwagenanteil in Österreich =

Wien (OTS) - Vergangenen Freitag hat der Europäische
Automobilherstellerverband (ACEA) eine Statistik der Neuzulassungen
in Europa für das 1. Halbjahr 2021 veröffentlicht. Demnach liegt der
Anteil an E-Autos (darin enthalten auch Wasserstofffahrzeuge mit
Brennstoffzelle) in Österreich bei rund elf Prozent – und ist damit
nach Schweden (13 Prozent) der zweithöchste in Europa. "Dieser Trend
zum alternativen Antrieb, aber auch der Griff zu effizienteren Autos
mit Verbrennungsmotor, hat die CO2-Emissionen der Neuwagenflotte
gegenüber dem 1. Halbjahr 2020 um rund 15 Prozent sinken lassen",
erklärt ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Nikola Junick anhand von
Daten der Statistik Austria. "Für diese deutliche Reduktion ist neben
dem starken Zuwachs an neuzugelassenen E-Autos auch der Rückgang der
Emissionen bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor von mehr als sieben
Prozent verantwortlich."

Derartige Entwicklungen bei den Neuzulassungen sind wichtig für die
Erreichung der Klimaziele. "Hält man sich aber vor Augen, dass der
österreichische Pkw-Bestand im Schnitt zehn Jahre alt ist, wird
deutlich, dass es weitere Maßnahmen zur Senkung der CO2-Emissionen in
der Bestandsflotte braucht", hält Junick fest. Mit dem Einsatz von
alternativen Kraftstoffen kann es gelingen, den CO2-Fußabdruck der
Pkw-Flotte deutlich zu verkleinern. "Allen voran sollte rasch mit der
Einführung von E10, also Benzin mit einer Ethanol-Beimengung von 10
Prozent, begonnen werden", sagt die ÖAMTC-Expertin. "Schon in 14
EU-Mitgliedstaaten kann man E10 tanken, in Österreich würde das pro
Jahr eine Einsparung von rund 140.000 Tonnen CO2 ermöglichen."

Alternative Antriebe bei Anteil an Neuzulassungen zwischen
Benzin und Diesel

Insgesamt machen Autos mit alternativem Antrieb (elektrisch,
Wasserstoff/Brennstoffzelle, Hybride etc.) rund 34 Prozent der
heimischen Pkw-Neuzulassungen aus und liegen damit zwischen Benzinern
(rund 40 Prozent) und Diesel (rund 25 Prozent). Im ersten Halbjahr
2019 lag Anteil an alternativen Pkw-Neuzulassungen hierzulande noch
bei rund neun Prozent, über die ersten sechs Monate 2020 schon bei
leicht über 15 Prozent. "Mit zwei Dritteln machen übrigens
Hybrid-Fahrzeuge den überwiegenden Anteil an alternativen Antrieben
aus", weiß die ÖAMTC-Expertin.

Trotz Befreiung von NoVA, motorbezogener Versicherungssteuer und
Ankaufsförderung hält sich die Zahl der privaten E-Auto-Käufer
allerdings noch in Grenzen. So wurde von den 15.347 in Österreich im
1. Halbjahr 2021 neu zugelassenen batterieelektrischen Fahrzeugen
nicht einmal ein Fünftel auf Privatpersonen zugelassen (Quelle:
Statistik Austria). 84 Prozent wurden auf juristische Personen,
Firmen, Gebietskörperschaften usw. zugelassen. Junick erklärt:
"E-Mobilität ist vor allem für Firmen attraktiv, weil sie zusätzlich
zu allgemeinen Vergünstigungen, die auch Private erhalten, noch von
weiteren steuerlichen Vorteilen profitieren.". Neben der Möglichkeit
zum Vorsteuerabzug ist für Dienst-E-Autos kein Sachbezug anzusetzen,
wovon Arbeitgeber und -nehmer profitieren. Zusätzlich gab es von
August 2020 bis Mai 2021 eine Investitionsprämie von bis zu 14
Prozent.

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