- 17.07.2021, 11:04:06
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Mariazellerbahn: Innovative Wildwarnanlage liefert Erfolge
LR Schleritzko: Seit Beginn des Testbetriebs keine Wildunfälle mehr
Utl.: LR Schleritzko: Seit Beginn des Testbetriebs keine Wildunfälle
mehr =
St. Pölten (OTS/NLK) - Seit Jänner 2021 wird zwischen Schwadorf und
Völlerndorf eine neue, innovative Wildwarnanlage getestet mit dem
Ziel, Wildunfälle zu vermeiden. „Der Erfolg gibt uns recht: Seit
Beginn des Testbetriebs Mitte Jänner wurden auf diesem
Streckenabschnitt keine Wildunfälle mehr verzeichnet, im Vorjahr im
selben Zeitraum hingegen sieben Unfälle mit Rehen“, informiert
Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko.
Die Wildtiere sollen dabei die Gleise weiterhin ungehindert queren
können und nur vor dem herannahenden Zug gewarnt werden. Möglich wird
dies durch eine Kombination aus optisch-akustischen und rein
optischen Wildwarngeräten, die entlang der Teststrecke aufgestellt
wurden. „Der weitere Testlauf soll zeigen, ob die Unfälle auch im
Herbst, einer Zeit mit erhöhter Wildaktivität, im selben Ausmaß wie
bisher minimiert werden können. Darüber hinaus wollen wir noch im
Sommer auf der Mariazellerbahn drei weitere Abschnitte, nämlich
Alpenbahnhof-Schwadorf, Steinklamm-Steinschall/Tradigist und
Winterbach-Puchenstuben, untersuchen und bestmöglich mit
Wildwarngeräten ausstatten“, ergänzt Niederösterreich Bahnen
Geschäftsführerin Barbara Komarek.
Der Abschnitt zwischen Schwadorf und Völlerndorf wurde als
Testbereich ausgewählt, weil es hier viele Wildwechsel gibt und in
diesem Bereich die meisten Wildunfälle auf der Mariazellerbahn
passieren. Gemeinsam mit der Firma Capreolus wurde ein Konzept für
die Wildwarnanlage erarbeitet. Mittels Kamerafallen, Drohnen und
360-Grad-Videoaufnahmen wurden Gebiet und umliegende Vegetation genau
analysiert. Je nach Gelände und Bewuchs kommen verschiedene Typen von
Wildwarngeräten zum Einsatz. Sie wurden ursprünglich für den
Straßenverkehr entwickelt, stellten sich aber im Praxistest auch für
die Verwendung entlang der Bahnstrecke als geeignet heraus. So wurden
in engen Bögen optisch-akustische Geräte aufgestellt. Geräusche und
Scheinwerferlicht eines herannahenden Zuges lösen rot und blau
leuchtende LEDs sowie einen Pfeifton aus und aktivieren über Funk
weitere Geräte. Dies hält das Wild bereits auf der Böschung zurück
und verhindert, dass es trotz Warnung die Gleise quert.
Auf geraden Strecken, aber mit sehr dichtem Pflanzenbewuchs, wurden
sowohl optisch-akustische Wildwarngeräte mit rot, blau und grün
leuchtenden LEDs und Warnton als auch optische Geräte mit halbrunden
Reflektoren in blau und weiß montiert. Sie reagieren auf
Scheinwerferlicht. Auf dem Rest des Testabschnitts wurden rein
optische Reflektoren angebracht.
Weitere Informationen: Katharina Heider-Fischer, Bakk.,
Kommunikation, Niederösterreich Bahnen, Telefon: +43/2742 360
990-1311, Mobil: +43/676 566 24 53, Internet:
www.niederoesterreichbahnen.at
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