• 14.07.2021, 14:48:16
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  • OTS0136

Industrie blickt mit Sorge auf Vorschläge des fit-for-55 EU-Klimapakets

IV-Präs. Knill: Mehrbelastungen in eklatantem Widerspruch zu Investitionsanforderungen – Industrie ist Ermöglicher der Klimatransformation

Utl.: IV-Präs. Knill: Mehrbelastungen in eklatantem Widerspruch zu
Investitionsanforderungen – Industrie ist Ermöglicher der
Klimatransformation =

Wien (OTS) - „Die österreichische Industrie unterstützt grundsätzlich
das Ziel der EU, langfristig klimaneutral zu werden. So lange im
Sinne der klimapolitischen Anstrengungen jedoch weiterhin kein
globales Level Playing Field – also keine gleichen
Wettbewerbsbedingungen – herrscht, erfordert das höhere 2030
EU-Treibhausgasziel einen ausreichenden Abwanderungs- und
Verlagerungsschutz (Carbon Leakage-Schutz) und die Vermeidung von
Mehrbelastungen für Schlüsselindustriezweige“, betonte der Präsident
der Industriellenvereinigung (IV), Georg Knill, anlässlich des
umfassenden klimapolitischen fit-for-55 Pakets. „Die heute
präsentierten Eckpunkte genügen leider nicht im Ansatz, um
Industrieunternehmen, die sich in einem globalen Wettbewerb befinden,
eine hinreichende Perspektive für eine erfolgreiche Transformation am
Standort Europa zu eröffnen“, so Knill weiter.

„Als Industrie sehen wir uns klar als Ermöglicher der
Klimatransformation. Um die dafür notwendigen massiven Investitionen
bewerkstelligen zu können, müssen jedoch – abseits der zum Teil
vorgesehenen Finanzierungsunterstützungen – einseitige Belastungen
für die europäische Industrie unbedingt vermieden werden“, so der
IV-Präsident. Besonders kritisch sei die geplante Reduktion des
bestehenden Carbon Leakage-Schutzes im Rahmen des
EU-Emissionshandels. Anstelle einer weiteren Verknappung von
Freizuteilung brauche es vielmehr ausreichenden Carbon Leakage-Schutz
für jene Industriesektoren, bei denen sich
Dekarbonisierungstechnologien erst in einer Pilotphase befinden.
Sonst werde umweltfreundliche Produktion in Europa bestraft, auch der
vorgeschlagene Carbon Border Adjustment Mechanismus (CBAM) könne dies
nicht wettmachen. Dieser zielt darauf ab, Importe aus Regionen mit
geringerem Klima- und Umweltschutz zu verteuern.

Mit Blick auf die nun anstehenden politischen Verhandlungen im EU-Rat
und Europäischem Parlament sei im weiteren Verlauf der Einsatz der
Bundesregierung wie auch der österreichischen Europa-Abgeordneten
gefordert. „Denn nirgendwo auf der Welt wird eine Tonne Zement mit
weniger CO2-Emissionen produziert als in Europa und auch die
heimische Eisen- und Stahlindustrie ist Benchmark bei Nachhaltigkeit.
Somit ist der Erhalt industrieller Produktion in der EU nicht nur für
den Erhalt von Arbeitsplätzen, sondern auch klimapolitisch in unser
aller Interesse“, so der IV-Präsident abschließend.

Weitere Informationen: www.iv.at/medien

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