VIRUS zu S1 Lobautunnel, S8, S34 & Co: "Klimakiller" Kurz auf Seite des "Landeshauptmann-Tollhauses"

Kurier berichtet irreführend

Wien (OTS) - Die Umweltorganisation VIRUS zeigt sich wenig überrascht davon, dass sich Bundeskanzler Kurz gemäß einem Bericht im "Kurier" in Sachen Autobahnbauprogramm auf die Seite der Landeshauptleute schlägt. Sprecher Wolfgang Rehm: "Es wundert nicht, dass Kurz hier eher den Klimakiller als den Klimakanzler darstellt, den Österreichs Klima-Verpflichtungen von ihm verlangen würden, er stellt sich damit aber der Zukunft und dem Erhalt der Lebensgrundlagen in den Weg."

Vermehrt würden Extremwetterereignisse zeigen, dass die Vorboten des Klimawandels ihre Schatten voraus werfen und es jetzt darum gehe ob dieser moderater oder völlig verheerend ausfalle. Die nach wie vor nicht sinkenden oder gar wachsenden Treibhausgasemissionen - in Österreich vorwiegend dem Straßenverkehr geschuldet -zeigten den Handlungsbedarf auf allen Ebenen darunter auch der Neukonzeption der Straßenverkehrsinfrastruktur. Das Autobahnbauprogramm basiere nicht auf wissenschaftlicher Grundlage sondern sei als Wunschkonzert der Landeshauptleute zustande gekommen. "Dass Autobahnheiligtümer so sakrosankt sind, dass eine einfache ohnehin schon länger bekannte Evaluierung auf Knopfdruck ein Tollhaus auslöst, zeigt die Irrationalität mit der an dieses Thema herangegangen wird. Mehr Vernunft ist hier dringend gefragt," so Rehm. Irreführend sei die Kurier-Berichterstattung, in deren Schlagzeile suggeriert werde, dass Bundesministerin Gewessler gebremst worden sei, obwohl Kurz dem Bericht zufolge offenbar nicht mehr als eine Äußerung abgegeben habe. "Bei Projekten, bei denen rechtlich aktuell gar keine Bauarbeiten möglich sind, von Baustopp zu sprechen, trägt nicht zu einer seriösen Information bei," so Rehm abschließend.

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Wolfgang Rehm, 0699/12419913, virus.umweltbureau@wuk.at

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