- 07.07.2021, 10:49:51
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ÖH: Sexuelle Belästigung an der Uni ist Tabu
Vorfall an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät darf für die Studierendenvertretung nicht folgenlos bleiben.
Salzburg - Kürzlich war an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg ein Fall von sexueller Belästigung einer Studierenden durch einen Lehrenden bekannt geworden, infolgedessen der Lehrende vorläufig suspendiert wurde. Ob der Lehrende wieder lehren darf, wird derzeit geprüft.“Für uns als ÖH ist klar: Sexuelle Belästigung darf an der Uni keinen Platz haben. Jeder Fall muss ernst genommen und darf nicht folgenlos bleiben, denn jeder Fall ist ein Fall zu viel”, betont Laura Reppmann, Vorsitzende der ÖH Uni Salzburg. Entsprechend könne eine erneute Beschäftigung des Lehrenden nur dann erfolgen, wenn alle Vorwürfe gegen ihn ausnahmslos vom Tisch seien. “Ansonsten darf es zu keiner weiteren Betrauung mit Lehre kommen”, so Reppmann.
Deshalb sei es aus Sicht der Studierendenvertretung auch zu missbilligen, dass von der Universität Gerüchte in der Vergangenheit über mögliche sexuelle Belästigungen von Studierenden nicht ernst genommen wurden. “Hier ist es notwendig, dass sich Studierende in Situationen, in denen sie Belästigung und Diskriminierungen jeglicher Art erfahren, niederschwellig und anonym an eine unabhängige Stelle an der Uni wenden können, und dass diese Anliegen von den Entscheidungsträger_innen entsprechend ernst genommen werden. Eine solche Stelle ist dringend notwendig”, betont Lara Simonitsch, 1. stellvertretende Vorsitzende der ÖH Uni Salzburg.
Daneben ist es für die ÖH Uni Salzburg essentiell, dass verstärkt auf die Aufklärung und Sensibilisierung von Lehrenden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Thema sexuelle Belästigung und jeglichen anderen Formen von Diskriminierung gesetzt wird ebenso wie Studierende noch stärker über entsprechende Anlaufstellen informiert werden. “Als Vertretung der Studierenden sehen wir uns hier ganz klar in der Pflicht uns dafür einzusetzen, dass die Uni kein Raum von sexueller Belästigung und Diskriminierung ist”, erklärt Manuel Gruber, 2. stellvertretender Vorsitzender der ÖH Uni Salzburg abschließend.
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Laura Reppmann, Vorsitzende der ÖH Uni Salzburg
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