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Haushalte zahlen im Mai fast 12 % mehr für Energie als vor einem Jahr

Treibstoffe steigen gegenüber dem Vorjahr um 20 % / Trotzdem ist Tanken in wichtigen Urlaubsländern teurer / Wesentlich dafür ist die dort höhere Besteuerung von Diesel und Benzin

Wien (OTS) - Die Energiepreise für österreichische Haushalte lagen im Mai fast 11,7 % über dem Vorjahresniveau. Die Inflation nahm in diesem Zeitraum um 2,8 % zu. Im Vergleich zum Vormonat April stieg der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Energiepreisindex (EPI) um 1,1 %, die Teuerung um 0,3 %.

Treibstoff- und Heizölpreise treiben Energiepreisindex und Inflation
Im Jahresvergleich zeigt sich ein Plus von 19,3 % bei Diesel und von 23 % bei Superbenzin. Die Heizölpreise legten um 19,6 % zu. Ausgehend vom relativ niedrigen Preisniveau des Vorjahres war der Anstieg dieser Erdölprodukte maßgeblich für die höhere Inflation und Steigerung beim Energiepreisindex verantwortlich. Gegenüber dem Vormonat April 2021 wurde Dieselkraftstoff um 1,4 % teurer, Superbenzin um 2,0 % und Heizöl um 3,1 %.

Tanken trotzdem günstiger als in den wichtigsten Urlaubsländern
Angesichts der bevorstehenden Urlaubssaison zeigt ein Vergleich mit den für die Österreicher*innen vor Corona beliebtesten vier Urlaubsländern Italien, Deutschland, Kroatien und Griechenland, dass Tanken trotz der zwischenzeitlichen Preissteigerung in Österreich noch immer relativ günstig ist. Kostet etwa eine 50 Liter Tankfüllung mit Diesel in Italien 74 Euro, zahlt man dafür in Österreich nur 60 Euro. Die folgende Abbildung zeigt die Mehrkosten in Cent/Liter für Superbenzin und Diesel gegenüber Österreich anhand des Monatsdurchschnitts im Mai 2021.

Hier finden Sie die Grafik: Mehrkosten für Benzin und Diesel gegenüber Österreich

Niedrigere Abgaben und Steuern in Österreich machen den Unterschied
Die Preisdifferenzen sind im Wesentlichen auf die unterschiedliche Besteuerung zurückzuführen. Die folgende Abbildung zeigt, dass die Summe der Abgaben und Steuern für Superbenzin und Diesel in allen Top-Urlaubsländern höher als in Österreich ist. „Die Frage, ob und wieso der österreichische Fiskus auf Einnahmen verzichtet, sollte hier nicht im Vordergrund stehen. Angesichts der Klimakrise muss es zuallererst darum gehen, wie wir es schaffen die Abhängigkeit von Öl, Kohle und Erdgas zu beenden. Im Bereich der Mobilität bedeutet das Diesel und Benzin nicht mehr klimaschädlich zu verbrennen und vorhandene Alternativen wie E-Mobilität zu forcieren“, betont Herbert Lechner, stellvertretender Geschäftsführer und wissenschaftlicher Leiter der Österreichischen Energieagentur. „Ein derart grundlegender Umbau des Verkehrssystems wird ohne weitere steuerliche Maßnahmen nicht möglich sein und ist deshalb auch ein wichtiges Thema in den Diskussionen zu einer öko-sozialen Steuerreform.“

Hier finden Sie die Grafik: Mehrkosten durch Steuern und Abgaben für Benzin und Diesel gegenüber Österreich

Hier finden Sie die Tabelle mit den aktuellen Entwicklungen der Energieträger.

Weitere Informationen sowie die Preisentwicklung der unterschiedlichen Energieträger Mineralöl (Superbenzin, Diesel), leitungsgebundene Energieträger (Strom, Gas, Fernwärme) und feste Brennstoffe (Brennholz und Pellets) im Detail finden Sie im Pressebereich auf unserer Webseite.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency
Mag. Klaus Kraigher, MAS
Leiter Kommunikation
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