- 02.07.2021, 10:17:40
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SWV NÖ-Pramhas verlangt steuerfreies Ansparen von Investitionsrücklagen für kleine Betriebe!
„Einzelunternehmen muss der Eigenkapitalaufbau für betriebliche Vorhaben erleichtert werden“
Utl.: „Einzelunternehmen muss der Eigenkapitalaufbau für
betriebliche Vorhaben erleichtert werden“ =
St. Pölten (OTS) - „Kleine Unternehmen müssen für zukünftige
betriebliche Vorhaben und wirtschaftliche Krisenzeiten Rücklagen
bilden können. Es muss ihnen daher genauso wie Kapitalgesellschaften
ermöglicht werden, steuerbegünstigt eine Investitionsrücklage
anzusparen“, verlangt DI Dr. Gerhard Pramhas, Vorstandsmitglied des
Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes (SWV) NÖ,
Fachgruppenvertreter der Ingenieurbüros und Einpersonenunternehmer.
„Damit würden kleine und mittlere Unternehmen im Wettbewerb und für
Krisenzeiten gestärkt und eine steuerliche Benachteiligung dieser
Betriebe endlich aus der Welt geschafft werden.“
„Einzelunternehmen und Personengesellschaften sollten erstens
jährlich steuerfrei Rücklagen für Investitionen bilden können. Diese
Rücklagen sind binnen fünf Jahren für betriebliche Investitionen zu
verwenden. Geschieht das nicht, würde eine nachträgliche Besteuerung
der nicht investierten Rücklagen erfolgen. Und zweitens sollen in
diesen Unternehmen für Krisenzeiten Rücklagen gebildet werden
können“, verlangt Gerhard Pramhas. „Der Aufbau von Eigenkapital für
Einzelunternehmen und Personengesellschaften sollte daher auch durch
eine begünstigte Besteuerung gefördert werden, indem bei nicht
entnommenen Gewinnen nur der halbe Steuersatz zur Anwendung kommt.“
„Die Corona-Krise hat verdeutlicht, wie wichtig es für Betriebe ist,
mit finanziellen Rücklagen für schwierige Zeiten gerüstet zu sein.
Man fragt sich: Weshalb haben so viele Klein- und
Einpersonenunternehmen diese Rücklagen nicht schaffen können? Dabei
zeigt sich ein Konstruktionsfehler unseres Steuersystems. Denn
EinzelunternehmerInnen und Personengesellschaften unterliegen einem
höheren Steuersatz als Kapitalgesellschaften.“
Statt in guten Zeiten zweckgebundenes Eigenkapital für das
Unternehmen und die Arbeitsplätze steuerbegünstigt bilden zu können,
bleibt ihnen nur der schwierigere Weg der Bildung von Rücklagen nach
der höheren Besteuerung. Sie haben einen entscheidenden Nachteil
gegenüber den Großen, die es aufgrund der niedrigeren Besteuerung
wesentlich einfacher haben, geschäftliche Ausgaben aus der Rücklage
zu finanzieren.
„Durch diese Benachteiligung verlieren kleine Unternehmen
Handlungsspielraum und Zukunftschancen. Daher muss für EPU und KMU
rasch eine teils steuerfreie und teils steuerbegünstigte
Ansparmöglichkeit für Rücklagen geschaffen werden, die ja
ausschließlich für betriebliche Investitionen und Ausgaben verwendet
werden können. Das wäre von zentraler Bedeutung für diese Unternehmen
und ihre vielen Arbeitsplätze“, unterstützt Wirtschaftsverband
NÖ-Präsident Thomas Schaden die Forderung von Gerhard Pramhas.
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