- 02.07.2021, 08:58:58
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Weltpremiere – Erstmals E-Autos in Rallye Staatsmeisterschaft – ÖAMTC und Austria Motorsport präsentieren Konzept und Reglement (+ Fotos)
AMF Rally2E-Reglement definiert Leistungsparameter für Rallye E-Autos, Raimund Baumschlager und Manfred Stohl präsentieren E-Rallye-Autos
Utl.: AMF Rally2E-Reglement definiert Leistungsparameter für Rallye
E-Autos, Raimund Baumschlager und Manfred Stohl präsentieren
E-Rallye-Autos =
Wien (OTS) - Weltweit starten E-Fahrzeuge im Rallyesport bisher nur
in eigenen Serien. Mit der Saison 2021 wird das anders: In der
österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft sind ab der Saison 2021
elektrisch angetriebene Fahrzeuge im Wettbewerb gegen
benzinbetriebene Rallyefahrzeuge zugelassen – das ist eine
Weltpremiere. Am Donnerstag, den 1. Juli 2021, präsentierten die
Austria Motorsport Federation (AMF) und der ÖAMTC das Konzept und
Reglement der neuen AMF Rally2E-Klasse sowie die Fahrzeuge auf den
Pisten des ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Teesdorf.
"Der elektrische Antrieb gewinnt in der Mobilität immer mehr an
Bedeutung. Es ist nur eine logische Konsequenz, dass diese
Entwicklung nun auch im Rallyesport ankommt", zeigen sich
ÖAMTC-Direktor Oliver Schmerold und AMF-Präsident Harald Hertz
begeistert, dass Österreich mit der AMF Rallye2E-Klasse im
internationalen Vergleich Vorreiter ist. "Der Weltverband FIA plant
den Einsatz von rein elektrisch betriebenen Fahrzeugen in der Rallye
WM frühestens für das Jahr 2025", so Hertz.
Das weltweit erste Konzept zur Implementierung der neuen
Fahrzeugtechnologie in den Rallyesport wurde im vergangenen Jahr in
einer von Austria Motorsport initiierten Arbeitsgruppe gemeinsam mit
Kreisel Electric und STARD (Stohl Advanced Research and Development)
entwickelt.
Die Premiere ist für den 17./18. Juli bei der Rallye Weiz geplant:
Der ehemalige Rallye-Weltmeister Manfred Stohl startet elektrisch im
Citroën C3, aufgebaut von STARD. Der vielfache österreichische
Rallye-Staatsmeister Raimund Baumschlager geht im von Kreisel
entwickelten elektrischen Škoda Fabia an den Start.
AMF Rally2E-Reglement definiert Leistungsparameter für Rallye
E-Autos, permanente Kontrolle durch Technische Kommissare über
Datenlogger
Das aktuelle FIA Rally2-Reglement gibt die Leistung von konventionell
angetriebenen Fahrzeugen für Rallye-Veranstaltungen vor. E-Fahrzeuge
unterscheiden sich allerdings hinsichtlich Leistung und Gewicht. Um
einen fairen Wettbewerb zu ermöglichen, müssen die E-Fahrzeuge im
Rallye-Reglement leistungstechnisch eingereiht werden. "Das Ziel der
Projektgruppe war, die Fahrzeuge für den Start im normalen Wettbewerb
einzustellen", erklärt AMF-Generalsekretär Michael Fehlmann.
Dazu fanden im Frühjahr auch Testfahrten mit Raimund Baumschlager und
Andreas Aigner, ehemaliger österreichischer Rallye-Weltmeister und
Leiter des ÖAMTC Fahrtechnik Zentrums Kalwang, auf einer speziellen
Sonderprüfung statt. Die Ergebnisse flossen in das neue AMF
Rally2E-Reglement ein. "Dabei wurden Kilowatt-Entnahmen aus Batterien
der Elektro-Renner limitiert. Wir haben eine maximale Leistung
festgelegt. Diese kontrollieren wir auch – die Fahrzeuge sind mittels
Datenlogger mit den Rennsport-Kommissären verbunden und werden
permanent überwacht. Falls notwendig, können wir die Regeln jederzeit
nachbessern", so Fehlmann.
Spezielle Ladeinfrastruktur, eigenes E-Sicherheitskonzept,
Ausbildung in Hochvolt-Technik für technische Mitarbeiter
Eines Konzeptes bedarf es aber nicht nur für den Wettbewerb. Auch
rundum waren Regelungen für die Veranstaltungen notwendig – vom
Sicherheitskonzept für alle Beteiligten über Ausbildungen in
Hochvolt-Technik wie auch für das Laden der E-Fahrzeuge. Für
letzteres entwickelten die Teams eigene Ladestationen: Stohls
elektrischer Citroën C3 wird auf den Verbindungs-Etappen aus einem
Lade-Van mit 350 KW in maximal sieben bis acht Minuten geladen.
Baumschlagers Škoda Fabia wird mobil wie auch per Power Charger im
Service geladen.
Im Rahmen des E-Sicherheitskonzepts werden alle Beteiligten, wie z.
B. Streckenposten, von den Projektteams gebrieft und über wichtige
Sicherheitskomponenten informiert. Die Technischen Kommissare
erhalten vorab spezielle Hochvolt-Schulungen, die der ÖAMTC für seine
Techniker entwickelt hat. Ein speziell von den ÖAMTC-Technikern
entwickeltes eRallye-Safety Car, das gegebenenfalls bei Unfällen zum
Einsatz kommt, rundet das Sicherheitspaket ab.
Informationen gibt es aber auch für die Zuschauer: Ein Video, das
über die neue Ära des Motorsports und alles, was dabei zu beachten
ist, informiert, wird gerade fertiggestellt und wird rechtzeitig vor
dem Start Mitte Juli auf Veranstalter-Homepages online gestellt und
bei den Veranstaltungen gezeigt.
Aviso an die Redaktionen:
Fotos von der Veranstaltung stehen unter
www.apa-fotoservice.at/galerie/25602 sowie im ÖAMTC-Presseportal
unter www.oeamtc.at/presse zum Download zur Verfügung.
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