Bundesforste entwickeln Jagdhütte-to-go

Mobile Jagdhütte für Hoch- und Tieflagen - Innovative, modulare Bauweise - Transportfähig in jedes Revier - Prototyp erstmals im Einsatz

Wien/Purkersdorf (OTS) - Eine innovative Idee haben die Österreichischen Bundesforste (ÖBf), größter Waldbewirtschafter und Jagdanbieter Österreichs, in ihren Wäldern umgesetzt: Erstmals wurde eine mobile Jagdhütte entwickelt, die in jedem Jagdrevier eingesetzt und per LKW flexibel von einem Revier ins nächste transportiert werden kann – eine Jagdhütte-to-go. „Wir stellen eine zunehmende Nachfrage nach mobilen Jagdeinrichtungen fest“, sagt Rudolf Freidhager, Vorstand für Forstwirtschaft und Naturschutz der Bundesforste. „Zudem werden heute vielfach kürzere Vertragslaufzeiten gewünscht, oft ändern sich auch die Jagdreviere. Hinzu kommt, dass sich unsere Jagdgebiete in ganz Österreich befinden, von 300 Meter Seehöhe bis ins Hochgebirge auf 3.200 Meter Seehöhe – da ist Flexibilität gefragt.“ Gemeinsam mit dem Tiroler Architektenbüro teamk2 wurde daher eine mobile Jagdhütte entwickelt, die sich per LKW-Anhänger mühelos von einem Ort zum anderen transportieren lässt. „Die mobile Jagdhütte besticht durch ihr minimalistisches Design und überzeugt durch ihre ausgeklügelte Funktionalität, die von Immobilienfachleuten und Jagdausübenden maßgeblich mitentwickelt wurde. Sie bietet auf wenigen Quadratmetern alles Nötige, was man inmitten der Natur braucht – Schutz, Komfort und im Idealfall eine tolle Aussicht auf die Natur“, zeigt sich Freidhager von der Innovation begeistert. Der erste Prototyp durchlief in den letzten Wochen einen Praxistext und wurde mit Beginn der Jagdsaison erstmals zur Nutzung übergeben.

Smarter Komfort auf kleinstem Raum
Auf nur knapp sieben Quadratmetern bietet die futuristisch geformte Jagdhütte smarten Komfort auf kleinstem Raum: Sitz- und Liegeflächen mit zwei Schlafplätzen, aufklappbarer Esstisch, ausziehbare Boxen und Regale als Stauraum, ein Trocken-WC sowie ein Holzofen mit Kaminanschluss. Strom wird von der Photovoltaik-Anlage am Dach bereitgestellt. Der Innenbereich wurde behaglich aus Fichtenholz gestaltet, im Außenbereich kommt Lärchenholz zum Einsatz. Thermoglasfenster öffnen den Blick nach außen und gewähren oft atemberaubend schöne Ausblicke auf die umgebende Landschaft und Natur. Ein steiles, vorgezogenes Dach schützt auch in hochalpinen Lagen vor hoher Schneelast, Wind und Wetter und bietet bei Schönwetter einen überdachten Vorplatz mit kleiner Terrasse. Für die mit Spezialfüßen aufgestellte Hütte ist kein Fundament erforderlich, auch kommt es zu keiner Bodenversiegelung. Die Jagdhütte mit kleinem ökologischem Fußabdruck erweist sich in Anschaffung und Betrieb wirtschaftlicher als so manches andere Objekt. „Instandsetzungsmaßnahmen an alten Jagdhütten sind oft unrentabel, Genehmigungsverfahren oft langwierig“, berichtet Rudolf Freidhager. Hinzu kommt die oft schwierige Transportsituation in Hochgebirgslagen. „Die mobile Jagdhütte ist nicht breiter als ein LKW und kann per Straßentransport problemlos in ein anderes Revier gebracht werden. Zudem ist sie helikoptertauglich und kann per Spezialhubschrauber auch gefahrlos in Hochgebirgsreviere überstellt werden.“

Prototyp erstmals in der Steiermark im Einsatz
Die aus einem ÖBf-internen Ideenwettbewerb entstandene Jagdhütte wurde in Tirol entworfen und konzipiert und in Zusammenarbeit mit lokalen Handwerksbetrieben gefertigt. Nun wurde die Jagdhütte zur weiteren Nutzung in die Steiermark überstellt, wo der Prototyp erstmals in einem Jagdrevier der Bundesforste zum Einsatz kommt und auf seine Alltagstauglichkeit getestet wird. Aufgestellt wurde die mobile Jagdhütte auf einem naturbelassenen Waldstück im Mariazellerland, gelegen auf rd. 1.000 Meter Seehöhe, mit malerischem Blick auf das Halltal und die Walster, umgeben von nichts als bunten Bergmischwäldern. Wenn sich der Einsatz bewährt, sind weitere Entwicklungsschritte geplant. „Mit den Erfahrungen aus der Praxis werden wir das Modell weiterentwickeln und – nicht zuletzt aufgrund der modularen Bauweise – weitere Ausbaustufen andenken“, blickt ÖBf-Vorstand Rudolf Freidhager bereits voraus.

Pressefotos unter www.bundesforste.at

Zum Video zur mobilen Jagdbox.

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