FSG-NÖ Silvan: „Nach der Coronakrise darf nicht die Baukrise kommen!“

Mangelnder Kampf der Regierung gegen Lohn- und Sozialdumping sowie exorbitante Preissteigerung bei Rohstoffen gefährden tausende Arbeitsplätze

Wien (OTS) - Geht es nach dem sozialdemokratischen Gewerkschafter Rudolf Silvan ist rasches Handeln gefragt, damit die Coronakrise nicht unmittelbar in eine zusätzliche Krise in der Baubranche führt. Vor dieser Baukrise hat heute bereits SPÖ-NÖ Chef Franz Schnabl gewarnt. Silvan: „Viele Rohstoffe wie Eisen, Holz und ähnliches sind derzeit nur mit langen Lieferzeiten erhältlich. Dadurch steigen natürlich auch die Rohstoffpreise massiv. Diese tickende Zeitbombe könnte viele Arbeitsplätze gefährden!“ Denn erste Firmen würden bereits auf Grund nicht lieferbarer Rohstoffe mitten in der Bau-Hochsaison ArbeitnehmerInnen kündigen, so Gewerkschafter Silvan. Natürlich haben auch „Häuslbauer“ mit den steigenden Preisen und den langen Lieferzeiten massiv zu kämpfen.

Da viele Zulieferer auch in der Baustoffindustrie aus Österreich und Europa abgewandert sind, kommen viele Rohstoffe wie etwa Stahl und Eisen aus weit entfernten Ländern wie etwa China. Dieser Entwicklung sollte nach Meinung des Gewerkschafters die Regierung gezielt entgegenwirken, damit Österreich als Produktionsstandort wieder attraktiver wird und somit nachhaltige Arbeitsplätze in den Regionen vor Ort geschaffen werden können. Diesbezüglich hat die Regierung bis dato jedoch leider keine Pläne präsentiert. Im Gegenteil – laut einem Papier der Regierung sollen sogar noch die Strafen auf Lohn- und Sozialdumping gesenkt werden.

Für Silvan ist dies ein Schritt in die völlig falsche Richtung. Bei Lohndumping bei vier ArbeitnehmerInnen kann nach derzeitiger Rechtslage die Strafe von 8.000 bis 20.000 Euro betragen, nach dem Regierungsentwurf von nur mehr 0 bis 20.000 Euro. Bei einem Fall mit 100 ArbeitnehmerInnen betragen Strafen derzeit 200.000 bis 2 Mio. Euro, in Zukunft nur mehr 0 bis 100.000 Euro erklärt Silvan. Davor hat SPÖ-Sozialsprecher Josef Muchitsch Anfang dieser Woche eindringlich gewarnt. Silvan: „Dass sich die Regierung und hier insbesondere die ÖVP mehr für die Konzerne und ihre Großspender als die ArbeitnehmerInnen interessiert, ist nun wieder einmal eindeutig bewiesen!“

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