• 24.06.2021, 10:35:40
  • /
  • OTS0093

Europäischer Rat: AK Anderl fordert Debatte über Europäische Politik und Fluchtursachen

AK Präsidentin Renate Anderl plädiert für einen anderen Fokus in der Diskussion um Migration und verweist auf AK-Studie zu Fluchtursachen.

Utl.: AK Präsidentin Renate Anderl plädiert für einen anderen Fokus
in der Diskussion um Migration und verweist auf AK-Studie zu
Fluchtursachen. =

wien (OTS) - „Es ist gut, dass sich der Europäische Rat mit Migration
beschäftigt, aber der bisherige Ansatz, die Ursachen von Migration
und Vertreibung in den Herkunftsländern zu suchen, wird der Realität
nicht gerecht. Die Migrationskrise hat mit einem ungerechten
Wirtschaftssystem zu tun, das Millionen Menschen in die Flucht treibt
und durch die Klimakrise noch schlimmer wird“, erklärt AK Präsidentin
Renate Anderl.

2020 waren weltweit über 80 Millionen Menschen auf der Flucht. Mehr
als 40 Millionen Menschen wurden durch anhaltende Konflikte und
extreme Wetterereignisse, aufgrund der sich verschärfenden
Klimakrise, in die Flucht getrieben. Diese Entwicklung wird sich noch
verschlimmern - der Weltklimarat warnt vor irreversiblen Auswirkungen
auf Menschen und Öko-Systeme, wenn die Erderhitzung nicht eingedämmt
wird: „Das zeigt deutlich: Mit dem bisherigen Fokus auf Korruption
und Armut in den Herkunftsländern machen wir es uns zu leicht! Wir
müssen auch das weltweite System der Ungleichheit und die Klimakrise
bedenken, die dazu beitragen, dass Millionen Menschen auf unserem
Planeten keine Lebensperspektive mehr haben“, sagt die AK
Präsidentin.
Dafür trage auch die europäische Politik eine Mitverantwortung.
Vordringliches Ziel sollte sein, alle europäischen Politikbereiche
danach auszurichten, dass sie nicht nur Verteilungsgerechtigkeit und
Wohlstand in Europa fördern, sondern auch zum Abbau der globalen
Ungleichheit und zur Bewältigung der Klimakrise beitragen. In der AK
Studie zu Fluchtursachen finden sich Vorschläge, die zu einer
Entschärfung der Migrationskrise beitragen würden: Eine faire
Handelspolitik, eine engagierte soziale Klimapolitik, das Verbot von
Waffenexporten aus der EU oder wirksame Lieferkettengesetze.

Die AK Studie „Das Recht, nicht gehen zu müssen – Europäische Politik
und Fluchtursachen“ ist unter dem Link
https://wien.arbeiterkammer.at/fluchtursachen abrufbar.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel