Mobilität: Freien Kfz-Markt schützen

Walter Birner zum Vizepräsidenten der FIGIEFA in Brüssel gewählt

Wien (OTS) - „Rund 50 Prozent der Kfz-Reparaturen werden in markenunabhängigen Werkstätten erledigt“, zeigt Walter Birner die Wichtigkeit dieses Segmentes auf. „Daher ist es unbedingt notwendig, dass es auch weiterhin einen freien Markt an Werkstätten und Teilehändlern gibt. Nur die ermöglichen Reparaturen zu fairen Preisen und damit leistbare Mobilität für eine sehr große Zahl an Menschen", betont er vor dem Hintergrund drohender wettbewerbsbeschränkender Regelungen in Europa, wie etwa durch die Gruppenfreistellungsverordnung.

Der europäische Zusammenschluss des Automotive Aftermarket, also der freien Kfz-Teilehändler und -Werkstätten (FIGIEFA: Fédération Internationale des Grossistes, Importateurs & Exportateurs en Fournitures Automobiles), hat gestern, am 17. Juni 2021, den Österreicher Walter Birner zum Vizepräsidenten gewählt. Als Obmann des VFT (Verband der freien Kfz-Teilehändler in Österreich) ist er der Vertreter Österreichs in diesem europäischen Verband, der Mitglieder aus insgesamt 18 Staaten hat.

Qualität zu fairen Preisen

„Vielfach herrscht noch der Irrglaube, dass freie Teilehändler keine Originalteile verwenden. Das Gegenteil ist der Fall. Die Hersteller von Fahrzeugen lassen ihre Teile zum Großteil von Dritten produzieren. Und genau von diesen beziehen auch die freien Teilehändler ihre Ersatzteile und garantieren so, dass immer die originalen Markenersatzteile verbaut werden“, so Birner. Die rund 4.500 freien Werkstätten in Österreich verwenden, wie die markengebundenen Werkstätten, gleichwertige Produkte. So erhalten Kunden in den freien Werkstätten eine absolut gleichwertige Einbauleistung.

Fahrzeuge technisch einwandfrei erhalten sinnvoller als ersetzen

„Über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeuges betrachtet – von der Produktion bis zur Entsorgung –, ist es besser, ein Fahrzeug zu reparieren und damit zu erhalten, anstatt es durch ein neues zu ersetzen“, ist Walter Birner überzeugt. Durch hochwertige Ersatzteile kann der Lebenszyklus eines Fahrzeuges verlängert und gleichzeitig die Umweltstandards verbessert werden. „Pflegen, Service machen, reparieren, das sind die drei wichtigsten Punkte, um ein Fahrzeug technisch in Schuss und den Standards entsprechend zu erhalten.“

Autos müssen darum reparaturfähig sein. In vielen Industriezweigen ist es üblich geworden, Produkte so zu konstruieren, dass eine Reparatur gar nicht mehr möglich ist. „Das ist eine Verschwendung von Ressourcen“, warnt Walter Birner vor falschen Entwicklungen. Daher müssen Fahrzeuge so gebaut werden, dass sie wiederaufbereitet werden können.

Kreislaufwirtschaft forcieren, Fahrzeuge nachhaltiger reparieren

Beim Remanufacturing wird deutlich weniger Energie im Vergleich zur Neuproduktion aufgewendet. Gleichzeitig werden auch keine neuen Rohstoffe benötigt. Unabhängig von der Antriebsart gilt es darum, bereits verwendete Teile professionell und hochqualitativ aufzubereiten und wieder in den Nutzungskreislauf zu bringen.


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Wilfried Stöckl
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